Deutschland: Menschen ziehen im Schnitt mit 24,1 Jahren aus dem Elternhaus aus

Datum22.04.2026 06:58

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Deutschland ziehen junge Menschen laut Eurostat-Daten durchschnittlich mit 24,1 Jahren aus dem Elternhaus aus. Dies ist früher als der EU-weite Durchschnitt von 26,3 Jahren. Während junge Menschen in Nordeuropa früher ausziehen (Finnland 21,3, Dänemark 21,8), bleiben sie im Süden länger (Kroatien 31,5, Griechenland/Slowakei 30,9). In Deutschland ziehen Männer später (24,8) als Frauen (23,3) aus. Das Auszugsalter in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

InhaltIm Norden Europas starten junge Menschen eher in die Unabhängigkeit als im Süden. Das geht aus EU-Daten hervor. Zudem gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Verlassen des Elternhauses. Junge Menschen in Deutschland ziehen einer Statistik zufolge im Schnitt mit 24,1 Jahren aus dem Elternhaus aus – und damit früher als viele ihrer europäischen Altersgenossen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Der EU-weite Durchschnitt lag 2025 demnach bei 26,3 Jahren. Besonders lange im Elternhaus bleiben junge Kroaten, die erst mit durchschnittlich 31,5 Jahren ausziehen. Auch in Griechenland und der Slowakei verlassen junge Menschen das Elternhaus mit je 30,9 Jahren vergleichsweise spät. Ähnliches gilt für Italien und Spanien (je 30,2 Jahre). Im Norden Europas hingegen ist die Tendenz zum frühen Auszug deutlich ausgeprägter. Junge Finnen ziehen bereits mit 21,3 Jahren aus, in Dänemark liegt das Durchschnittsalter bei 21,8 Jahren, in Litauen und Estland jeweils bei 22,7 Jahren. Im Vergleich zu 2024 ist das Auszugsalter in Deutschland leicht gestiegen – von 23,9 auf 24,1 Jahre. Zudem zeigt sich ein Geschlechtergefälle: Junge Männer verlassen das Elternhaus im Schnitt erst mit 24,8 Jahren, junge Frauen hingegen bereits mit 23,3 Jahren. Dieser Unterschied ist den Angaben zufolge auch im EU-weiten Vergleich festzustellen.