Datum22.04.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRSechs Männer müssen sich ab Mittwoch vor dem Landgericht Erfurt verantworten. Ihnen wird versuchter Mord und Beihilfe zum versuchten Mord an einer Familie in einer Flüchtlingsunterkunft im Ilm-Kreis vorgeworfen. Ende September 2025 wurde Feuerwerk in das Haus geworfen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Der Anschlag hat das Leben der betroffenen Familie stark beeinträchtigt. Der Prozess ist bis Ende Mai angesetzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gerichtsverhandlung“. Lesen Sie jetzt „Prozess nach Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft beginnt“. Etwa ein halbes Jahr nach dem Anschlag auf eine Unterkunft für Flüchtlinge im Ilm-Kreis stehen ab Mittwoch (9.30 Uhr) sechs Männer vor dem Landgericht Erfurt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat drei von ihnen wegen versuchten Mordes und die anderen drei wegen Beihilfe zum versuchten Mord angeklagt. Bei der Tat Ende September 2025 wurde laut Staatsanwaltschaft eine Fensterscheibe des Hauses in Gehren – einem Ortsteil von Ilmenau – eingeschlagen und anschließend Feuerwerk in das Haus geworfen. In dem entsprechenden Zimmer lebte nach früheren Angaben eine dreiköpfige Familie. Die Männer sollen laut Staatsanwaltschaft aus einem fremdenfeindlichen Motiv heraus gehandelt haben. Die Opferberatungsorganisation "ezra" zitierte im Vorfeld des Prozesses die Familienmitglieder mit der Aussage, der Anschlag habe ihr Leben verändert. "Es hat sich wie Krieg angefühlt." Eine Sprecherin des Gerichts sagte, in dem Prozess seien bislang Verhandlungstermine bis Ende Mai angesetzt. © dpa-infocom, dpa:260422-930-976363/1