Datum22.04.2026 02:10
Quellewww.zeit.de
TLDRTrotz der von Präsident Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verzeichnen die Ölmärkte kaum eine Entspannung. Der Preis für Brent-Öl kletterte vorübergehend über 100 Dollar und lag zuletzt bei 99 Dollar, ein Anstieg von fast vier Prozent. Die Verlängerung erfolgte auf Bitten Pakistans, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen, doch eine Annäherung zwischen Washington und Teheran ist nicht in Sicht. Die USA halten an Beschränkungen des iranischen Seehandels fest, was den Iran als Hindernis für neue Gespräche wertet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energie“. Lesen Sie jetzt „Verlängerte Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum“. Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Anschließend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar. Im Vergleich zum Vortag entspricht das einem Plus von knapp vier Prozent. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus. Zuvor hatte Trump mitgeteilt, auf Bitten Pakistans von weiteren Angriffen abzusehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite und die Gespräche zu einem Ende kämen. Die Waffenruhe wäre sonst nach Trumps Angaben in der deutschen Nacht zu Donnerstag ausgelaufen. Trump hatte für diesen Fall mit schweren Angriffen auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur im Iran gedroht. Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können - trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet. © dpa-infocom, dpa:260422-930-976267/1