Datum22.04.2026 00:15
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem Streit mit dem Pentagon zeigt sich US-Präsident Donald Trump nun versöhnlich gegenüber der KI-Firma Anthropic. Trump bestätigte Gespräche im Weißen Haus und erklärte, man verstünde sich wieder. Anthropic hatte sich geweigert, seine KI-Modelle für autonome Waffensysteme oder Massenüberwachung einzusetzen, was zu einem Lieferketten-Risiko erklärt und Geschäftsuntersagungen nach sich zog. Anthropic ging gerichtlich dagegen vor. Nun betont das Unternehmen seine Bedeutung durch ein neues Modell, das Software-Schwachstellen aufdeckt, und hält dieses zurück.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Künstliche Intelligenz“. Lesen Sie jetzt „Trump spricht nach Streit freundlich über KI-Firma Anthropic“. Die KI-Firma Anthropic kann sich nach dem Richtungsstreit mit dem Pentagon wieder Hoffnungen auf ein besseres Verhältnis zur US-Regierung machen. "Wir verstehen uns mit ihnen", sagte Präsident Donald Trump in einem Interview des Wirtschaftssenders CNBC. Er verwies darauf, dass Vertreter von Anthropic vor einigen Tagen zu Gesprächen im Weißen Haus waren. Die Firma riskierte einen Konflikt mit der US-Regierung, da sie trotz massiven Drucks darauf bestand, dass ihre KI-Modelle nicht in autonomen Waffensystemen und zur Massenüberwachung in den USA verwendet werden dürfen. Das Pentagon erklärte Anthropic daraufhin zu einem Lieferketten-Risiko. Trump wies US-Behörden an, keine Geschäfte mit dem Unternehmen zu machen. Anthropic zog dagegen vor Gericht. Zuletzt demonstrierte Anthropic aber, wie wichtig Technologie des Unternehmens für die US-Regierung ist. Ein neues Anthropic-Modell mit dem Namen Claude Mythos Preview findet zum Teil seit Jahrzehnten unentdeckt gebliebene Schwachstellen in verschiedener Software. In den falschen Händen wäre es damit eine gefährliche Cyberwaffe - und könnte zugleich der US-Regierung einen Vorteil geben, eigene Programme zu härten und potenzielle Schwachstellen für Spionage im Ausland auszunutzen. Anthropic hat keine Pläne, Mythos Preview öffentlich zu machen. © dpa-infocom, dpa:260421-930-976222/1