Mann lebensgefährlich verletzt gefunden – Überfall aber womöglich vorgetäuscht

Datum21.04.2026 20:33

Quellewww.spiegel.de

TLDREin 26-Jähriger wurde Ende Januar in Bad Reichenhall lebensgefährlich verletzt aufgefunden und gab an, Opfer eines Überfalls durch zwei Unbekannte geworden zu sein. Die anfänglich eingeleitete Großfahndung wurde eingestellt, da die Ermittler nun von einer vorgetäuschten Straftat ausgehen. Der Mann, mutmaßlich Soldat bei den Gebirgsjägern, hat sich laut Polizei offenbar selbst die Verletzungen zugefügt. Gegen ihn wird wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

InhaltEnde Januar wird ein 26-Jähriger verletzt in Bad Reichenhall gefunden. Der Mann berichtet von einem Überfall durch zwei Unbekannte. Nun glauben die Ermittler: Die Version des angeblichen Opfers stimmt nicht. Ein 26-Jähriger soll Ende Januar in Bad Reichenhall einen Überfall vorgetäuscht und sich selbst Verletzungen zugefügt haben. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun gegen den Mann, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte . Der Vorwurf: Vortäuschen einer Straftat. Nach Berichten mehrerer Medien ist der Mann Soldat bei den Gebirgsjägern. Der 26-Jährige hatte am 31. Januar zunächst Bekannten per Textnachricht von dem Überfall geschrieben. Diese alarmierten dann die Polizei. Während die Suche noch lief, wurde er am Ufer der Saalach von Passanten gefunden. Der 26-Jährige war so schwer verletzt, dass er zunächst in Lebensgefahr schwebte. Er berichtete, von zwei Unbekannten angegriffen worden zu sein, die Polizei leitete anschließend eine Großfahndung ein. Mittlerweile jedoch haben sich laut Polizeipräsidium deutliche Hinweise ergeben, dass der Überfall so nicht stattfand. Nunmehr wird der 26-Jährige als Beschuldigter geführt. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Traunstein dauern an.