Datum21.04.2026 18:53
Quellewww.spiegel.de
TLDRZwei mutmaßliche CIA-Agenten starben bei einem Autounfall in Mexiko, nachdem sie an einer Operation gegen Methamphetamin-Labore teilgenommen hatten. Der Vorfall löste eine Debatte über den illegalen Einsatz ausländischer Behörden im Land aus. Mexikos Präsidentin Sheinbaum war über den Einsatz nicht informiert und forderte Aufklärung, da eine Zusammenarbeit ohne Zustimmung der Bundesregierung illegal sei. Die lokale Regierung verweist auf laufende Ausbildungsmaßnahmen mit den USA.
InhaltDer Tod zweier mutmaßlicher CIA-Agenten löst eine Debatte über den Einsatz von US-Behörden in Mexiko aus. Die Beamten sollen nach einem Einsatz verunglückt sein. Präsidentin Sheinbaum wusste nichts von der Aktion. Zwei US-amerikanische Staatsbürger, die bei einem Autounfall im Norden Mexikos am Wochenende ums Leben gekommen sind, waren offenbar Agenten des US-Auslandsgeheimdiensts CIA. Das berichten die "New York Times" und die "Washington Post" übereinstimmend. Der Tod der CIA-Agenten hat in Mexiko eine Debatte über den Einsatz von US-Behörden im Land ausgelöst. Die CIA-Beamten starben zusammen mit zwei mexikanischen Beamten, als ihr Fahrzeug auf dem Rückweg von einer von den mexikanischen Streitkräften geleiteten Operation gegen geheime Methamphetamin-Labore verunglückte. Das berichtet unter anderem die "New York Times" und beruft sich auf die Behörden des Bundesstaates Chihuahua, in dem sich der Unfall ereignete. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wusste laut eigenen Angaben nichts von dem Einsatz. "Es handelte sich nicht um eine Operation, von der das Sicherheitskabinett Kenntnis hatte", erklärte sie gegenüber Journalisten. "Wir wurden nicht informiert. Es war eine Entscheidung der Regierung von Chihuahua." Sheinbaum verlangte Aufklärung darüber, was genau die US-amerikanischen und mexikanischen Beamten im Norden von Chihuahua getan hätten. Sie wies darauf hin, dass jede Zusammenarbeit zwischen der lokalen Regierung und den USA ohne Genehmigung der Bundesregierung einen Verstoß gegen mexikanisches Recht darstelle. Sheinbaum erklärte, ihre Regierung werde den Vorfall untersuchen, um sicherzustellen, dass nach den Todesfällen am Sonntag keine Gesetze verletzt wurden. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua erklärte laut "New York Times", dass die Amerikaner sich im Rahmen einer "direkten Vereinbarung" mit der US-Regierung im Bundesstaat aufgehalten hätten. Dabei handele es sich um laufende Ausbildungsmaßnahmen. Solche Programme bedürften keiner Genehmigung durch die Bundesregierung. Demnach habe man die Ausbildungsmaßnahmen mit den USA in den vergangenen Monaten ausgebaut, nachdem sich im vergangenen Jahr drei Beamte des Bundesstaates im Einsatz beim Umgang mit der Droge Fentanyl verletzt hätten. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern haben sich zuletzt verschlechtert. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump übt zunehmend Druck auf die mexikanische Regierung aus, hart gegen mexikanische Drogenkartelle vorzugehen. Präsidentin Sheinbaum betonte dagegen zuletzt die Souveränität Mexikos.