Datum21.04.2026 18:02
Quellewww.zeit.de
TLDRZwei israelische Soldaten wurden wegen mutwilliger Beschädigung einer Jesus-Statue im Südlibanon zu je 30 Tagen Haft verurteilt und von Kampfeinsätzen suspendiert. Ein dritter Soldat hatte die Tat gefilmt. Gegen sechs weitere, die den Vorfall nicht verhinderten oder meldeten, werden ebenfalls Maßnahmen geprüft. Premierminister Netanjahu zeigte sich "fassungslos", während der Außenminister sich entschuldigte. Die erneuerte Statue wurde in Absprache mit der lokalen Bevölkerung ersetzt. Das israelische Militär distanzierte sich von der Tat und bedauerte den Vorfall zutiefst.
InhaltWegen der Beschädigung einer christlichen Statue im Südlibanon sind zwei israelische Soldaten zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Statue wurde inzwischen ersetzt. Ein Militärgericht in Israel hat zwei Soldaten wegen der Beschädigung einer Jesus-Figur im Südlibanon zu 30 Tagen Haft verurteilt. Zudem dürfen die Verurteilten nicht mehr an israelischen Kampfeinsätzen teilnehmen. Das teilte das israelische Militär mit. Verurteilt wurden demnach der Soldat, der das christliche Symbol mutwillig beschädigt hatte, sowie ein weiterer, der die Tat filmte. Wegen des Vorfalls seien zudem Gespräche mit sechs weiteren Soldaten geplant, teilte die Armee weiter mit. Im Anschluss soll demnach auch über Maßnahmen gegen sie entschieden werden. Alle sechs seien vor Ort gewesen und hätten die Beschädigung der Statue nicht verhindert sowie den Vorfall nicht gemeldet. Am Sonntag hatte Israels Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Soldat mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz gefallene Jesus-Figur einschlägt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigte sich wegen des Vorfalls "fassungslos", Außenminister Gideon Saar entschuldigte sich bei allen Christen, deren Gefühle verletzt worden seien. Wie Israels Armee mitteilte, wurde die Jesus-Statue inzwischen ersetzt. Dies sei in enger Abstimmung mit der lokalen Bevölkerung des Orts Debel im Süden des Libanon geschehen. Die Einsätze im Südlibanon würden sich gegen die Hisbollah-Miliz richten, nicht gegen libanesische Zivilisten, hieß es von der Armee. Man bedauere den Vorfall zutiefst.