Datum21.04.2026 17:24
Quellewww.spiegel.de
TLDRTom Wollnik erreichte bei "Wer wird Millionär?" die 500.000 Euro. Bei der 1-Million-Euro-Frage nach der seltensten Euromünze Anfang 2026 scheiterte er. Er interpretierte die Frage falsch und entschied sich für 20 Cent, obwohl die richtige Antwort 50 Cent gewesen wäre. Das Publikum stimmte für 5 Cent. Zuletzt wurde die Million im März 2020 ausgezahlt.
InhaltSouverän erarbeitet sich "Wer wird Millionär?"-Kandidat Tom Wollnik die 500.000 Euro. Dann aber versteht er die Final-Frage falsch. Dass Günther Jauch tatsächlich die Eine-Million-Euro-Frage stellen darf, kommt überraschend selten vor: Zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit sich das letzte Mal ein Kandidat bis zum "Wer wird Millionär?"-Finale vorgearbeitet hatte (und gescheitert war). Nun zog Softwareentwickler Tom Wollnik, 28, aus Berlin nach, beantwortete 14 Fragen souverän richtig – die Million zum Greifen nah. Für den Hauptgewinn wollte RTL-Moderator Günther Jauch dann Folgendes wissen: "Von welcher Euromünze befanden sich laut EZB Anfang 2026 die wenigsten Exemplare im Umlauf? A: 2 Euro, B: 50 Cent, C: 20 Cent, D: 5 Cent?" Wollnik zuckt kurz, lächelt dann. "Ich bin Ihnen sehr dankbar, denn Sie machen es mir sehr einfach", so der Kandidat. Und fing dann aber schnell ein, was so positiv anmutete: "Ich weiß es nicht. Ich müsste raten und das traue ich mich nicht." Jauch interveniert sofort, feuert Wollnik an: "Das ist doch mal eine Frage, wo man sich Gedanken machen kann!" Der 28-Jährige gehorcht, überlegt laut – und läuft dann in die völlig falsche Richtung. "Ich würde denken, es gibt von den kleinen und großen [Münzen] wahrscheinlich viel." Von den Mittleren hingegen, so Wollniks Schlussfolgerung, gebe es vermutlich wenig. "Bitte nicht einloggen, aber wenn ich raten würde, würde ich vermutlich die 5-Cent-Münze raten." Jauch stockt, hakt nochmal nach. "Aber wir suchen die, wo es die wenigsten Exemplare gibt. Toll, er hat die Frage falsch gelesen, super." Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Wollnik, nun sichtlich verunsichert, tendiert daraufhin zu Antwort C: 20 Cent. "Aber ich würde mich nicht trauen, das einzuloggen." Das sei seine finale Antwort. Das im Anschluss befragte Publikum entschied sich nach einer Befragung durch Jauch anders als der Kandidat, setzte mehrheitlich auf die 5-Cent-Münze. Eine Katastrophenantwort für jeden Kandidaten, befand Jauch, obwohl auch er auf die kleinste Münze getippt hatte. Die korrekte Antwort aber: Antwort B, 50 Cent. "Die häufigste Münze", so Jauchs Erklärung, "ist die 1-Cent-Münze. Die gibt es über 40 Milliarden Mal." Von der 2-Euro-Münze seien gut acht Milliarden Exemplare im Umlauf, von der 20-Cent-Münze etwa 14 Milliarden. "Die 5-Cent-Münze gibt es sogar über 25 Milliarden Mal." Und von der seltensten, der 50-Cent-Münze, gebe es gerade 7,5 Milliarden. Apropos Geld: Was will Tom Wollnik mit seinen 500.000 Euro anstellen? Er wolle reisen, so der 28-Jährige, nach Basel zum Beispiel. Dort wolle er ins Möbelmuseum. Ansonsten wolle er einen Kredit für seine Eigentumswohnung abbezahlen – und seinen Telefonjoker zum Essen einladen. "Das", so der glückliche Gewinner, "sollte auch drin sein." Das letzte Mal, dass ein Kandidat die Million tatsächlich mit nach Hause nehmen durfte, war übrigens im März 2020. Die Frage damals: "Die klassische, genormte Europalette EPAL 1 besteht aus 78 Nägeln, neun Klötzen und insgesamt wie vielen Brettern?" Sieger Ronald Tenholte wusste damals: Es sind elf Bretter.