Datum21.04.2026 16:10
Quellewww.zeit.de
TLDRAcht restaurierte Musen-Skulpturen zieren wieder sternförmig acht Wege im westlichen Lustgarten von Sanssouci. Nach rund einem halben Jahr wurden die "Hüterinnen der Künste", Töchter von Zeus und Mnemosyne, frisch restauriert auf ihre Sockel gehoben. Beschädigungen wurden ausgebessert, Verfärbungen gereinigt und lose Teile gefestigt, bevor eine Schutzlasur aufgetragen wurde. Die Skulpturen stammen vom Bildhauer Friedrich Christian Glume.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Auf Sockel gehoben“. Lesen Sie jetzt „Musen-Skulpturen im Park Sanssouci kehren restauriert zurück“. Sie gelten als "Hüterinnen der Künste" und säumen nun wieder sternförmig acht Wege: die Musen-Skulpturen im westlichen Lustgarten vom Park Sanssouci in Potsdam. Nach rund einem halben Jahr kehrten sie frisch restauriert zurück und wurden auf ihre Sockel gehoben, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte. Die griechischen Musen sind laut Stiftung die Töchter von Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, und des Göttervaters Zeus. Kaliope mit einem Buch, aus dem eine Flamme schlägt und Schreibgriffel ist die Muse des heroischen Gesanges oder des Heldengedichtes. Terpsichore mit Tamburin ist die Muse des Tanzes. Euterpe ursprünglich mit zwei Flöten ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels. Thalia mit Kastagnetten und Schriftrolle ist die Muse der Komödie. Melpomene mit Buch, Krone und Dolch ist die Muse der Tragödie. Erato mit Blasinstrument, fünfseitiger Lyra und Helm ist die Muse des Liebesliedes. Klio mit Buch und Schreibfeder ist die Muse der Geschichtsschreibung. Polyhymnia mit Schriftblatt ist die Muse des Gesangs. Als "Hüterinnen der Künste" wurden nach Hesiod im 7. Jahrhundert vor Christus neun Musen benannt. Im Potsdamer Rondell fehlt den Angaben zufolge die neunte Muse: Urania, die Muse der Astronomie. Beschädigte Stellen wurden ausgebessert, Verfärbungen gereinigt und lose Teile gefestigt. Zur Konservierung bekamen die Musen abschließend eine Schutzlasur aufgetragen. Bereits im 19. Jahrhundert war der Zustand der Skulpturen laut Stiftung schlecht. Damals wurden von Thalia und Melpomene Kopien geschaffen. Die letzte Restaurierung erfolgte in den Jahren 1991 bis 1998. Geschaffen wurden die Skulpturen von dem Berliner Bildhauer Friedrich Christian Glume (1714-1752). Als Ideengeber gilt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753). Auf einer Zeichnung aus dem Berliner Kupferstichkabinett sind die acht Musen mit ihren Attributen zu sehen. Glumes letzte Lebensjahre sollen in etwa die Entstehungszeit der Skulpturen sein. © dpa-infocom, dpa:260421-930-974944/1