Datum21.04.2026 15:57
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Klärwärter in Bannewitz fand beim Rasenmähen zehn Goldbarren von je einer Unze. Die Polizei ermittelte, doch nach sechs Monaten meldete sich kein rechtmäßiger Eigentümer. Die Gemeinde Bannewitz ist nun über 40.000 Euro reicher. Der Gemeinderat will das Geld spenden und plant, am 28. April über die Verteilung an lokale Vereine zu entscheiden.
InhaltBeim Rasenmähen ist ein Klärwärter im sächsischen Bannewitz zuletzt auf zehn Goldbarren gestoßen. Der Fund wurde zu einem Fall für die Polizei. Jetzt kann sich die Gemeinde freuen. Als er das sah, traute er seinen Augen kaum: Im Oktober 2025 fand ein Klärwärter des Abwasserbetriebs in der sächsischen Gemeinde Bannewitz einen Goldschatz. Zufällig, beim Rasenmähen am Ortsrand. Darüber hatten mehrere Medien übereinstimmend berichtet. Auf der Grasfläche, die zum Gemeindegrund gehörte, lagen zehn verpackte Goldbarren mit einem Gewicht von je einer Unze. Der Mitarbeiter meldete den Fund dem Ordnungsamt. Die Polizei beschlagnahmte das Gold daraufhin zunächst, um eine Straftat auszuschließen. Anschließend wurde versucht, die Herkunft der Goldbarren aufzuklären. Sechs Monate lang konnten sich die Menschen melden, die glaubten, Eigentümer zu sein. Diese Frist sei allerdings am 17. April verstrichen. Das bedeutet: Der Fund gehört nun offenbar endgültig der Gemeinde Bannewitz. Bei einem tagesaktuellen Goldpreis von knapp über 4000 Euro pro Unze entspricht der Wert des Fundes über 40.000 Euro. Die Barren befinden sich aktuell laut MDR noch in der Asservatenkammer der Polizei. Offenbar hatten seit Oktober einige Personen versucht, dem Dorf den Goldschatz streitig zu machen. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte Bürgermeister Heiko Wersig, dass sich im vergangenen halben Jahr etwa 15 Leute gemeldet hätten – teilweise mit kreativen Geschichten. So habe einer behauptet, er sei mit einer Drohne über das Gebiet geflogen, die mit dem Gold an Bord abgestürzt sei. Ein anderer habe gesagt, er sei mit den Goldbarren spazieren gegangen und sie seien aus seiner Tasche gefallen. Nachweise wie Rechnung mit Seriennummer konnte allerdings niemand erbringen. Bannewitz hat knapp 11.000 Einwohner, denen das Geld nun zugutekommen soll. Der Gemeinderat diskutiert demnach bereits über die Verwendung des Goldschatzes. "Am 28. April wollen wir entscheiden, welche Vereine von dem Fund profitieren", sagte Bürgermeister Wersig dem Newsportal Tag24 . "Es wäre schön, wenn dann das Gold in einem Zug an diese geht."