Datum21.04.2026 14:15
Quellewww.zeit.de
TLDRTausende Microsoft-365-Lizenzen für Schulen in Hannover sind aufgrund eines Vertragsfehlers vorerst unbrauchbar. Die Vereinbarung zur Datenverarbeitung entsprach nicht den städtischen Datenschutzregeln. 75.000 Lizenzen im Wert von 342.000 Euro sind betroffen. Die Lizenzen, deren Nutzung gestoppt wurde, sind bis September gültig. Eine Anpassung der Verträge wird geprüft, um sie wieder nutzbar zu machen. Im Schulbetrieb entstehen dadurch keine unmittelbaren Probleme.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Word, Powerpoint und Co.“. Lesen Sie jetzt „Tausende Microsoft-Lizenzen wegen Vertragsfehlers nutzlos“. Tausende Microsoft-365-Lizenzen für Schulen in Hannover sind wegen eines Vertragsfehlers vorerst nutzlos. Das bestätigte eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Nach aktuellen Informationen der Verwaltung geht es um 75.000 Lizenzen im Wert von ungefähr 342.000 Euro. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine" Zeitung berichtet. Den Angaben nach ist die Vereinbarung über die Datenverarbeitung nicht streng genug. Sie stehe damit im Widerspruch mit den Datenschutzregeln der Stadt. Die Nutzung von Word, Powerpoint und Co. an Schulen sei daher vorerst gestoppt worden. Wie es zu dem Fehler kommen konnte, der kurz vor Ostern bekanntgeworden sei, werde derzeit geprüft. Es ist auch noch offen, ob das investierte Geld verloren ist. Die Ein-Jahres-Lizenzen sind laut der Stadt noch bis Anfang September gültig. Es werde untersucht, ob die Verträge so angepasst werden können, dass die Lizenzen wieder nutzbar werden. Im laufenden Schulbetrieb werde der Nutzungsstopp nicht direkt zu Problemen führen. "Bestehende Systeme und Plattformen stehen unverändert zur Verfügung und decken die wesentlichen Anforderungen des Schulalltags ab", teilte die Verwaltung mit. Wo es nötig sei, würden Verträge verlängert. Microsoft 365 sei zunächst lediglich als Ergänzung vorgesehen gewesen. Die zugehörigen Programme sollten zur Kommunikation und zum gemeinsamen Arbeiten genutzt werden. Unter anderem die Office-Anwendungen wie Word, Powerpoint oder Excel sollten dafür genutzt werden. Dabei würden grundsätzlich personenbezogene Daten an Microsoft und Subunternehmen übermittelt. Um einen Datenschutzvorfall wie etwa bei einem Hackerangriff handele es sich deshalb nicht, "sondern um eine unzureichende vertragliche Grundlage", hieß es von der Stadt. © dpa-infocom, dpa:260421-930-974059/1