Energiekrise: Nationaler Sicherheitsrat sieht keine Treibstoff-Versorgungsnotlage

Datum21.04.2026 12:36

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Nationale Sicherheitsrat sieht trotz des Irankrieges keine akute Treibstoff-Versorgungsnotlage in Deutschland. Die Kerosinvorräte gelten als ausreichend, und Raffinerieoptionen ermöglichen schnelle Reaktionen. Die Situation wird intensiv beobachtet; die Task Force Energieversorgung wird zu einem Staatssekretärsausschuss erweitert. Ein Vorgehen gegen die russische "Schattenflotte" zur Umgehung von Sanktionen wurde ebenfalls beschlossen.

InhaltDurch den Irankrieg wird Treibstoff knapp, eine Notlage herrsche aktuell laut Nationalem Sicherheitsrat aber nicht. Man beobachte die Situation intensiv, heißt es dort. Der Nationale Sicherheitsrat sieht aktuell keine Versorgungsnotlage infolge des Irankrieges für Treibstoff in Deutschland. Die Vorräte gerade an Kerosin seien als "für eine absehbare Zeit" ausreichend erachtet worden, zitiert die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen. Es gebe außerdem "Raffinerieoptionen", die eine schnelle Reaktion auf möglicherweise auftretende Lücken ermöglichten, hieß es nach einer Sitzung. Der "angespannten Situation" sei der Sicherheitsrat sich bewusst, wird weiter zitiert, dehsalb werde die Lage weiter beobachtet. Dazu werde die bereits bestehende "Task Force Energieversorgung" ausgeweitet und in einen Staatssekretärsausschuss umgewandelt. Das Gremium aus Vertretern der Bundesregierung, Sicherheitsbehörden und Länder beschloss in der Sitzung am Montagabend auch ein nicht näher definiertes "Vorgehen gegen die russische Schattenflotte". Damit sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt und die auch in deutschen Hoheitsgewässern unterwegs sind. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.