Ironman in Hamburg: Radstrecke am Deich soll wieder in beide Richtungen führen

Datum21.04.2026 10:50

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Ironman-Europameisterschaft in Hamburg am 7. Juni führt die Radstrecke am Deich erneut in beide Richtungen. Diese Änderung soll eine Einkesselung des Gebiets vermeiden und Anwohner weniger einschränken. Der Abschnitt am Gauerter Hauptdeich, wo es 2023 zu einem tödlichen Unfall kam, wird trotz der Gefahren wieder befahren. Die Ironman Group reduziert Motorradpräsenz und setzt stattdessen auf Drohnen, um die Sicherheit zu erhöhen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ironman in Hamburg“. Lesen Sie jetzt „Radstrecke am Deich soll wieder in beide Richtungen führen“. Bei der Ironman-Europameisterschaft in Hamburg am 7. Juni geht es nach aktuellem Stand zurück auf die Radstrecke am Deich in den Vier- und Marschlanden. Sie soll dort wieder in beide Richtungen führen. Betroffen ist davon auch der Gauerter Hauptdeich, auf dem es 2023 zu einem tödlichen Unfall gekommen war.  Grund der erneuten Änderungen ist, dass der Rundkurs im vergangenen Jahr zu einer Einkesselung des Gebiets geführt hatte - und damit zu Ärger bei vielen Anwohnern. Nach einem Beschluss der Bezirksversammlung in Bergedorf vom vergangenen September stand die Austragung der Sport-Veranstaltung daher auf der Kippe. Unter anderem wurde für dieses Jahr die Einbindung der A 25 gefordert. Der Bezirk und die Ironman Group haben sich nun auf einen neuen Verlauf geeignet, in dem die A 25 keine Rolle spielt. Jörg Froh, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU–Fraktion in der Bezirksversammlung Bergedorf, erklärte: "Der jetzt vorliegende Vorschlag des Veranstalters wurde als Kompromiss und Testballon angenommen, weil durch diese Streckenführung erheblich weniger Einwohner in Bergedorf-Süd und den Vier- und Marschlanden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden."  Die Autobahn GmbH erklärte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage jedoch, dass man sich mit der Stadt Hamburg weiter im Gespräch um eine kurzfristige Lösung mit Blick auf die Nutzung der A 25 befinde. Für die 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer heißt die aktuelle Regelung, dass sie nun doch wieder zwölf Kilometer am Elbdeich hin- und zurückfahren müssen und dabei auch jenen Abschnitt passieren, auf dem vor drei Jahren ein Begleitmotorrad mit einem entgegenkommenden Radfahrer kollidiert war. Dabei war der Fahrer des Motorrads tödlich verunglückt. Die Streckenführung wurde danach verändert.  Die Ironman Group hat Konsequenzen aus diesem Unfall gezogen und teilte mit, dass aus Sicherheitsgründen die Anzahl der Motorräder auf dem Hin- und Rückkurs in diesem Jahr begrenzt wird. Stattdessen sollen verstärkt FPV-Drohnen (First Person View) eingesetzt werden. Zudem wird es auf diesem Abschnitt keine Verpflegungsstationen mehr geben. © dpa-infocom, dpa:260421-930-972536/1