Gestrandeter Buckelwal: Backhaus: Tierwohl steht bei Walrettung im Mittelpunkt

Datum21.04.2026 08:57

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus, betont, dass beim Rettungseinsatz eines gestrandeten Buckelwals vor Poel das Wohl des Tieres oberste Priorität hat. Mehrere Rettungskräfte und Behördenberater beraten über das weitere Vorgehen. Der Wal ist bereits zum fünften Mal gestrandet und sucht offenbar flache Gewässer auf. Die Einsatzkräfte versichern, dem Tier zu helfen, solange es lebt. Eine Annäherung zeigte, dass der Wal durch die Rettungsmaßnahmen gestresst ist.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gestrandeter Buckelwal“. Lesen Sie jetzt „Backhaus: Tierwohl steht bei Walrettung im Mittelpunkt“. Bei der Rettungsaktion für den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal steht nach Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) das Tierwohl im Mittelpunkt. Für ihn gelte der Grundsatz Tierwohl und Tierschutz. "Wenn das abdriftet in eine Richtung, dass dem Tier Schaden zugefügt wird, dann ist eine Grenze erreicht", sagte Backhaus am Morgen in Kirchdorf. Im teils abgesperrten Hafen des kleinen Ortes auf der Insel Poel wollen die Mitglieder der privaten Rettungsinitiative, die DLRG-Einsatzkräfte, Behördenvertreter und Backhaus um 9.00 Uhr über das weitere Vorgehen beraten.  Der Wal sei nun zum fünften Mal gestrandet, betonte der Minister. Seine Orientierung führe ihn immer wieder in flache Gewässer. Auch das müsse man zur Kenntnis nehmen. "Auf der anderen Seite habe ich persönlich immer gesagt, wir helfen ihm. Solange er lebt, helfen wir ihm." In der Nacht hatte sich Backhaus gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht dem Tier mit einem Boot bis auf etwa 500 Meter genähert. Die Atemfrequenzen hätten zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, seien im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden, erklärte Backhaus. Das zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei. © dpa-infocom, dpa:260421-930-972060/1