Datum21.04.2026 08:35
Quellewww.zeit.de
TLDREin Buckelwal liegt seit Tagen vor Poel in der Ostsee im flachen Wasser fest. Trotz Bewegungen und Bemühungen, ihn freizubekommen, hat sich das Tier nicht von selbst in tiefere Gewässer retten können. Der sinkende Wasserstand stellt eine wachsende Gefahr dar, da das enorme Gewicht des Wals auf seine Organe drücken könnte. Experten beobachten die Situation genau und hoffen auf eine erfolgreiche Rettungsmöglichkeit.
InhaltDer in der Ostsee gestrandete Buckelwal hat sich am Morgen nicht weiter bewegt. Der sinkende Wasserstand könnte problematisch werden. Der vor der Insel Poel im flachen Wasser liegende Buckelwal ist bis zum Morgen nicht erneut losgeschwommen. Auf Livestreams im Internet ist zu sehen, dass das tonnenschwere Tier weiterhin am Ausgang der Kirchsee genannten Bucht in der Nähe des Fahrwassers liegt und atmet. Auch die Brustflossen bewegen sich, sie tauchen immer wieder aus dem Wasser auf. Der Wasserstand war am Dienstagmorgen deutlich niedriger als noch am Montag. Der Wal hatte sich am Montag bei steigendem Wasserstand in der Bucht zunächst freigeschwommen, lag zwei Stunden später aber wieder in dem vielerorts hüfttiefen Wasser fest. Am Abend waren noch einmal Bewegungen des Wals in Richtung der tiefen Fahrrinne zu sehen – dann ruhte er wieder. Sollte es mit dem erneuten Losschwimmen klappen, muss der Buckelwal nach dem Verlassen der Bucht in die richtige Richtung schwimmen – nach Nordwesten, zum offenen Meer hin. Der fallende Wasserpegel könnte ihn allerdings bedrohlich werden. "Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut", sagt Meeresbiologe Boris Culik. "Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.