Datum20.04.2026 14:47
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Berliner Nahverkehr gab es 2025 einen Rückgang bei Gewaltdelikten um 120 auf rund 4.000, vor allem weniger Körperverletzungen. Bemerkenswert ist jedoch ein Anstieg von Sexualdelikten auf 314, den höchsten Stand seit 2015, und eine Verdoppelung der Nötigungen auf 644, was als gesamtgesellschaftlicher Trend gilt. Taschendiebstähle und Betäubungsmitteldelikte nahmen ebenfalls ab. Die BVG führt die positiven Entwicklungen auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zurück.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Berliner Nahverkehr“. Lesen Sie jetzt „Weniger Straftaten im Nahverkehr - Einige Delikte nehmen zu“. In den Bussen und Bahnen des Berliner Nahverkehrs ist es im vergangenen Jahr zu rund 4.000 Gewaltdelikten gekommen. Das waren rund 120 physische Straftaten weniger als im Jahr davor, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten. Haupttreiber des Rückgangs waren vor allem weniger Körperverletzungen: Mit rund 2.730 gab es etwa 100 Vorfälle dieser Art weniger als 2024. Derweil stieg die Zahl der Sexualdelikte mit 314 auf den höchsten Stand seit 2015. Auch die Zahl der Nötigungen hat sich im Verlauf der vergangenen zehn Jahre nahezu verdoppelt und lag 2025 den Angaben zufolge bei 644. Dies sei ein gesamtgesellschaftlicher Trend, der sich auch bei der BVG zeige, teilte das Unternehmen mit. Eine genaue Ursache dafür sei nicht bekannt. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr rund 16 Prozent weniger Straftaten als im Jahr davor. Die Zahl der Taschendiebstähle ging deutlich von mehr als 4.100 solcher Taten auf rund 2.800 zurück. Auch Betäubungsmitteldelikte gab es weniger. Die BVG führt das auch auf die ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen wie mehr Reinigungs- und Sicherheitsstreifen auf speziellen Linien oder eine effizientere Videoüberwachung zurück. © dpa-infocom, dpa:260420-930-969518/1