Datum20.04.2026 14:24
Quellewww.zeit.de
TLDREin sechsköpfiges Team der Stadtreinigung Hamburg sorgte am Elbstrand für Sauberkeit, trotz Müllentsorgungsproblemen und Muskelkater im Sand. Sie reinigen täglich zwölf Kilometer Strand von Verpackungen bis zu angespültem Abfall. Trotz der Herausforderungen schätzen die Mitarbeiter die Arbeit wegen des Ausblicks. Die Mülleimeranzahl wird saisonal erhöht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Reinigung am Elbstrand“. Lesen Sie jetzt „Hamburgs Strandreiniger trotzen Müll und Muskelkater“. Wenn sich die Sonne zeigt, zieht es die Hamburger nach draußen. Der Elbstrand ist ein beliebtes Ziel. Ein sechsköpfiges Team der Stadtreinigung (ARH) kümmert sich rund ums Jahr, dass die Sandflächen sauber und attraktiv bleiben. Von Verpackungen bis Sektflaschen bis Zeitschriften bleibt einiges liegen. "Am Elbstrand ist ja auch die Grillwurst willkommen", sagte der Abteilungsleiter bei der Stadtreinigung Hamburg (SRH), Fabian Fehn. Die Stadtreinigung stockt in der Saison neben den fünf Grillkohlecontainern von 45 Papierkörben auf 220 Papierkörbe auf. "Das sagt schon einiges über die Menschenmengen aus, die es sich hier im Sommer gemütlich machen", sagte die Pressesprecherin der SRH, Anna-Maria Jeske. Die korrekte Nutzung der Mülleimer ist dabei anscheinend nicht jedem Besucher geläufig, wie die Entsorger der Stadtreinigung immer wieder feststellen. "Wenn der Müll wenigstens neben den Mülleimern stehen würde, wäre das schon eine Riesenhilfe", sagte eine Mitarbeiterin, die seit drei Jahren bei der SRH arbeitet. Stattdessen werde der Müll in Häufchen dort liegen gelassen, wo er vermutlich produziert wurde. Davon lässt sich die Abteilung "Strand" aber nicht unterkriegen. Die tägliche Arbeit von 5:00 bis 13:35 Uhr – auch an Sonn- und Feiertagen – auf den zwölf Kilometern zwischen Övelgönne und dem schleswig-holsteinischen Wedel mache viel Spaß. Das Beste an der Arbeit am Elbstrand: "Der Ausblick. Wir haben den schönsten Arbeitsplatz in Hamburg. Besonders wenn das Wetter mitspielt", sagte ein anderer Mitarbeiter der SRH. "Das Anstrengendste am Job ist definitiv das Laufen im Sand", sagte der Entsorger. Ob er den Muskelkater nach der Arbeit spürt? "Bauch-Beine-Po-Training eben", zitiert er einen Song von Shirin David. Nicht nur um den Müll der Strandbesucher, auch um angespülten Abfall, Pflanzen und tote Tiere kümmert sich das SRH-Team. Doch es gibt auch besondere und schöne Begegnungen mit Tieren: Etwa dann, wenn immer wieder mal Robben den Weg von der Nordsee die Elbe hoch schwimmen. © dpa-infocom, dpa:260420-930-969391/1