Datum20.04.2026 13:06
Quellewww.zeit.de
TLDRBei einem eskalierenden Beziehungsstreit in Schwabmünchen griff ein Mann seine Partnerin und zwei helfende Verkehrsteilnehmer an. Einer der Helfer, im Besitz einer erlaubten Schreckschusswaffe, feuerte einen Warnschuss und dann auf den Angreifer. Der Angreifer und seine Partnerin erlitten leichte Verletzungen und zeigten Anzeichen von Alkoholisierung. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Trunkenheit im Verkehr. Ob der Schuss aus Notwehr erfolgte, wird geprüft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gewalt in Beziehungen“. Lesen Sie jetzt „Schreckschusspistole stoppt Angreifer bei Beziehungsstreit“. Ein Paar hat sich an der Kreisstraße in Schwabmünchen (Landkreis Augsburg) derart gestritten, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer mit einer Schreckschusswaffe auf den Mann geschossen hat. Bei der körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Paar haben sich beide leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Verkehrsteilnehmer sollen auf den Streit aufmerksam geworden sein. Zwei 27-Jährige versuchten nach Polizeiangaben den Mann von seiner Partnerin zu trennen, wurden dann aber selbst von ihm angegriffen. Daraufhin gab einer der 27-Jährigen erst einen Warnschuss mit seiner Schreckschusswaffe ab und schoss dann auf den Mann. Der 28-Jährige musste wegen des Reizgases vom Rettungsdienst behandelt werden. Nach Polizeiangaben hatte der Schütze eine Erlaubnis für die Schreckschusswaffe. Wegen einer mutmaßlichen Alkoholisierung wurde dem Angreifer Blut abgenommen, auch seine Partnerin soll leicht alkoholisiert gewesen sein. Die Polizei ermittelt nun gegen drei der Beteiligten wegen Körperverletzungsdelikten sowie gegen den Mann wegen Trunkenheit im Verkehr. Der 27-Jährige habe möglicherweise in Notwehr gehandelt, als er auf den Mann schoss, teilte ein Sprecher mit. Es sei jedoch Sache der Staatsanwaltschaft, darüber zu entscheiden. © dpa-infocom, dpa:260420-930-968934/1