Wein: Winzer entzünden Feuer zum Schutz vor Frostschäden

Datum20.04.2026 12:17

Quellewww.zeit.de

TLDRUm Weinreben im sächsischen Elbtal vor angekündigten Spätfrösten zu schützen, entzünden Winzer kontrollierte Feuer. Mehrere Hundert kleine Feuer sollen über 100.000 Rebstöcke vor Temperaturen bis minus drei Grad bewahren. Das Staatsweingut Wackerbarth erachtet ein Drittel seiner Rebflächen als frostgefährdet. Ähnliche Frostschäden im April 2022 führten zu erheblichen Ernteausfällen und anschließenden Finanzhilfen für die betroffenen Bauern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wein“. Lesen Sie jetzt „Winzer entzünden Feuer zum Schutz vor Frostschäden“. Im sächsischen Elbtal werden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die gefürchteten Spätfröste vorausgesagt - und die Winzer wollen ihre Weinreben mit Feuern davor schützen. Wie das Staatsweingut Wackerbarth mitteilte, sollen in acht Weinbergen und Junganlagen mehrere Hundert kleine kontrollierte Feuer entzündet werden. Damit sollen mehr als 100.000 Rebstöcke vor den Minustemperaturen geschützt werden. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die Nacht zum Mittwoch in Sachsen eine Abkühlung auf bis zu minus drei Grad voraus. Das Staatsweingut stuft ungefähr ein Drittel seiner Rebflächen als frostgefährdete Lagen ein und will dort die Frostschutzkerzen entzünden. Erst vor zwei Jahren hatte Frost im April die Winzer im Elbtal hart getroffen. Schloss Wackerbarth fuhr 2024 nur etwa 25 Prozent der Ernte eines üblichen Weinjahres ein. Der Freistaat Sachsen hatte die Wein- und Obstbauern damals mit Finanzhilfen unterstützt. © dpa-infocom, dpa:260420-930-968600/1