Bürgerentscheide: 66 Prozent für Olympia-Bewerbung in NRW

Datum20.04.2026 12:00

Quellewww.zeit.de

TLDRBei Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen stimmten 66 Prozent für eine Olympia-Bewerbung von "KölnRheinRuhr" für 2036, 2040 oder 2044. In 16 von 17 Kommunen wurde die Zustimmung erreicht, Herten fällt heraus. Die Wahlbeteiligung lag bei 32,9 Prozent. NRW erhält damit Rückendeckung wie zuvor München. Hamburg wird Ende Mai abstimmen. Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bürgerentscheide“. Lesen Sie jetzt „66 Prozent für Olympia-Bewerbung in NRW“. Bei den Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen haben sich laut vorläufigem Endergebnis 66,0 Prozent für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region "KölnRheinRuhr" für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Diese Zahl teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Tag nach dem Abschluss der Abstimmungen mit.  In der sogenannten "Leading City" Köln hatte sich die Auszählung der Stimmen noch bis in den frühen Morgen gezogen. In 16 von 17 Kommunen wurde die erforderliche Zustimmung erreicht. Nur in Herten, wo zusammen mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, stimmten nicht genügend Menschen ab. Damit fällt die Stadt aus der NRW-Bewerbung heraus.  Die Wahlbeteiligung lag ohne Herten bei 32,9 Prozent. Insgesamt hatten mehr als vier Millionen Wahlberechtigte die Möglichkeit, ihre Stimme ausschließlich per Briefwahl abzugeben.  NRW hat damit als zweiter nationaler Bewerber nach München die Rückendeckung der Bürgerinnen und Bürger erhalten. In der bayerischen Landeshauptstadt hatten sich im vergangenen Herbst 66,4 Prozent für eine Bewerbung ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung hatte dort bei 42 Prozent gelegen. "Das ist ein weiteres starkes Signal an das IOC: Menschen in Deutschland wollen die Spiele! Jetzt drücken wir die Daumen, dass wir auch das nächste Referendum in Hamburg gewinnen", sagte Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU). Hamburg stimmt Ende Mai ab, Berlin verzichtet auf einen solchen Entscheid.  Die Zustimmung zur Bewerbung ist noch keine Entscheidung für Sommerspiele in NRW. Der DOSB bewertet alle Kandidaten mit Hilfe einer Matrix, in die auch die Ergebnisse der Bürgerentscheide einfließen, und entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber. Bis Anfang Juni können alle Bewerberstädte ihre Konzepte noch nachbessern. © dpa-infocom, dpa:260420-930-968313/2