Datum20.04.2026 10:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer russische Geheimdienst FSB meldet die Festnahme einer Deutschen unter Terrorverdacht. Die Frau soll im Auftrag ukrainischer Dienste einen Anschlag auf eine Strafverfolgungsbehörde in Pjatigorsk geplant haben. Eine Bombe sei in ihrem Rucksack entdeckt und entschärft worden. Der FSB veröffentlichte ein Video mit der Frau, die ihre angebliche Tat gesteht. Die Unabhängigkeit der Angaben und die Bedingungen der Videoaufnahme sind unklar.
InhaltIn Russland ist eine Deutsche festgenommen worden, angeblich wegen Terrorverdachts. Nach Geheimdienstangaben soll die Frau eine Bombe in einem Rucksack getragen haben. Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben eine deutsche Staatsbürgerin wegen Terrorverdachts festgenommen. Die 1969 geborene Frau soll angeblich versucht haben, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste in der Stadt Pjatigorsk in der Region Stawropol im Nordkaukasus einen Terroranschlag auszuführen. Ziel sei eine Einrichtung der russischen Strafverfolgungsbehörden gewesen, teilte der FSB nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax mit. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Rucksack der Verdächtigen sei angeblich eine Bombe entdeckt und dann entschärft worden. Details gab der FSB demnach nicht bekannt. Die Frau soll sich in der Nähe der Einrichtung der Strafverfolgungsbehörden in Pjatigorsk aufgehalten haben. In einem FSB-Video ist die mutmaßliche Festgenommene mit verpixeltem Gesicht zu sehen. Sie erzählt, wie ein Mann mit ukrainischem Akzent sie angeblich kontaktiert und ihr Geld geboten habe dafür, dass sie eine Tasche abstellen sollte. Unter welchen Bedingungen der russische Geheimdienst die Aufnahmen aufgenommen hat, ist unklar. In dem Video werden außerdem Bilder einer Frau gezeigt, die der mutmaßlichen Festgenommenen von der Statur scheinbar ähnelt, die auf einem Parkplatz von bewaffneten Sicherheitsbeamten festgenommen wird. Neben ihr liegt ein Rucksack. Darin soll sich laut FSB Sprengstoff befunden haben. Der sollte von einem angeblichen Islamisten aus Zentralasien ferngesteuert gezündet werden, die Frau sterben, heißt es in der Mitteilung des FSB. Seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine gab es in Russland wiederholt Attentate, Bombenanschläge und andere Angriffe, bei denen Zivilisten oder Uniformierte getötet wurden. Der FSB meldet zudem immer wieder angeblich verhinderte Terroranschläge und Festnahmen von Verdächtigen, denen Verbrechen im Auftrag ukrainischer Geheimdienste vorgeworfen werden.