Datum20.04.2026 10:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2025 verzeichnet einen leichten Rückgang von Gewaltverbrechen um 2,3 Prozent bundesweit, bedingt durch weniger Straftaten insgesamt und die Cannabis-Teillegalisierung. Besorgnis erregt jedoch die steigende Zahl tatverdächtiger Kinder. Eine Berliner Mordserie beeinflusste die Kriminalstatistik bei Tötungsdelikten. Bei Sexualstraftaten, die häufiger angezeigt werden, kannten sich Opfer und Täter in den meisten Fällen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Polizeistatistik“. Lesen Sie jetzt „Gewaltverbrechen 2025 leicht rückläufig – Sorge um Kinder“. Die Polizei hat in Deutschland 2025 bundesweit 2,3 Prozent weniger Gewaltverbrechen registriert als im Jahr zuvor. Sorgen bereitet allerdings die nach wie vor steigende Zahl tatverdächtiger Kinder. Die am Montag veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2025 zeigt: Auch insgesamt gab es etwas weniger Straftaten. Ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht und andere ausländerrechtliche Vorgaben wurden 4,4 Prozent weniger Taten aktenkundig als 2024. Das ist allerdings unter anderem ein Effekt der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis im April 2024. Neben der geringeren irregulären Zuwanderung und der Gesetzesänderung zu Cannabis gibt es noch einen weiteren Sondereffekt. So weist das Bundeskriminalamt (BKA) darauf hin, dass sich die Zunahme der Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen nicht außerhalb der regelmäßig zu beobachten Schwankungen bewege. 79 der in der Statistik aufgeführten Mordfälle seien einer Berliner Mordserie zuzurechnen, bei der ein ehemaliger Palliativmediziner im Verdacht steht, unter Ausnutzung schwer kranke Menschen getötet zu haben. Das BKA geht davon aus, dass der Anteil der Sexualstraftaten, die zur Anzeige gebracht werden, gestiegen ist. In rund drei Viertel dieser Fälle hätten sich Opfer und Täter vorher gekannt. © dpa-infocom, dpa:260420-930-967965/1