Datum20.04.2026 09:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) streicht seine Wachstumsprognose für dieses Jahr. Statt Erholung erwartet der Verband bestenfalls Stagnation für die deutsche Industrieproduktion. Seit 2022 sinkt diese jährlich. Hohe Energiepreise, gestörte Lieferketten, insbesondere durch die Blockade der Straße von Hormus, und ein schwacher Jahresstart belasten die Branche. Die Kapazitätsauslastung liegt nur bei 78 Prozent. Im internationalen Vergleich falle Deutschland dadurch weiter zurück, da andere Volkswirtschaften wachsen.
InhaltSeit 2022 ist die deutsche Industrieproduktion jährlich gesunken. Wegen hoher Energiepreise und gestörter Lieferketten rechnet die Branche nicht mehr mit einer Erholung. Der Industrieverband BDI streicht seine Wachstumsprognose in diesem Jahr. Statt der bisher angepeilten leichten Verbesserung sei bestenfalls noch mit Stagnation zu rechnen, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger zum Auftakt der Hannover Messe. "Seit 2022 ist die Industrieproduktion in Deutschland jedes Jahr gesunken. Für 2026 rechnen wir nicht mehr mit einer Erholung", sagte Leibinger. Der Verband begründet seine Erwartungen mit einem schwachen Jahresstart und neuen Risiken infolge des US-israelischen Krieges gegen den Iran. Der dadurch ausgelöste Anstieg der Energiepreise und Probleme bei Lieferketten erhöhen demnach sogar das Risiko für einen erneuten Rückgang der Produktion. Sollten die Störungen im Schiffsverkehr durch die Blockade der Straße von Hormus weiter anhalten, könne die Produktion damit das fünfte Jahr in Folge schrumpfen. Demnach sind die Kapazitäten derzeit nur zu 78 Prozent ausgelastet. Im Vergleich zu anderen Ländern wirke die Stagnation bereits wie ein Rückgang, warnte Leibinger: "Relativ fallen wir weiter zurück, denn andere Volkswirtschaften wachsen." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.