Datum20.04.2026 06:58
Quellewww.zeit.de
TLDRFast fünf Monate nach einem verheerenden Hochhausbrand in Hongkong, bei dem 168 Menschen ums Leben kamen, dürfen Bewohner zeitweise in ihre nunmehr unbewohnbaren Wohnungen zurückkehren. Die über 6.000 Bewohner erhielten dreistündige Zeitfenster, um persönliches Eigentum aus den beschädigten oder zerstörten Unterkünften zu bergen. Die Aktion, die bis Anfang Mai andauern könnte, erfordert das Tragen von Schutzkleidung.
InhaltEnde November wurden 168 Menschen beim Großbrand eines Hochhauskomplexes in Hongkong getötet. Nun dürfen Bewohner erstmals in ihre Wohnungen – die nicht bewohnbar sind. Fast fünf Monate nach dem Großbrand im Hongkonger Hochhauskomplex Fuk Court können Bewohner für wenige Stunden in ihre teils zerstörten Wohnungen zurückkehren. Etwa 6.000 Menschen erhielten jeweils dreistündige Zeitfenster, in denen sie ihre Wohnungen betreten und ihr Hab und Gut holen dürfen. Die rund 1.700 Wohnungen könnten bis Anfang Mai durchsucht werden, kündigten die Behörden an. Die Feuerwehr warnte, dass mehr als 920 Wohnungen beschädigt und einige durch den Brand vollständig zerstört worden seien. Von den Behörden veröffentlichte Bilder zeigen, dass in einigen Wohnungen Decken und Wände eingestürzt oder schwarz verkohlt und die Innenräume voller Trümmern sind. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wie Bewohner aus von der Regierung organisierten Shuttle-Bussen stiegen. Sie wurden im Vorhinein aufgefordert, sich mental auf das Betreten der Wohnungen vorzubereiten. Bei der Rückkehr in ihre Wohnungen mussten die Menschen Gesichtsmasken, Schutzhelme und Handschuhe tragen. Der Brand im Wohnkomplex Wang Fuk Court im nördlichen Stadtteil Tai Po hatte Ende November mehr als 40 Stunden lang gedauert. Das Feuer erfasste sieben der acht Hochhausblöcke der Wohnanlage, zu der insgesamt fast 2.000 Wohneinheiten gehören. Bei dem Feuer wurden 168 Menschen getötet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.