Datum20.04.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Feuilletonpodcast "Die sogenannte Gegenwart" thematisiert die Problematik des Overtourism in europäischen Kulturmetropolen wie Rom und Paris. Die Hosts Ijoma Mangold und Lars Weisbrod untersuchen, wie die massive Besucherflut sowohl Reisende als auch Reiseziele beeinflusst. Sie hinterfragen, ob Europa zu einem reinen "Museum" verkommt und ob der Tourismus, wie einst von Enzensberger kritisiert, "Freiheit als Massenbetrug" darstellt, während wirtschaftliche Dynamik anderswo stattfindet.
InhaltBesuchermassen wälzen sich durch die europäischen Kulturmetropolen. Mitten unter ihnen: unsere Feuilletonpodcaster Wer in Rom eine Münze in den Trevi-Brunnen werfen will, muss inzwischen Eintritt zahlen, um überhaupt in die Nähe des Wasserbeckens zu gelangen. Wer in Paris durch den Louvre schlendern möchte, sollte Tickets lieber Monate im Voraus kaufen. Seit der Tourismus erfunden wurde, steht er in der Kritik: Touristen sind immer zu viele, sie benehmen sich falsch, sie machen kaputt, was sie überhaupt erst hergelockt hat. Seit einigen Jahren kursiert das Schlagwort vom Overtourism, der den beliebten Reisezielen in aller Welt zusetzt – und ganz besonders denen im alten Europa. Die beiden Podcast-Hosts Ijoma Mangold und Lars Weisbrod berichten in der neuen Folge von Die sogenannte Gegenwart aus Rom und Paris, wo sie selbst als Touristen unterwegs waren: Was macht der Overtourism mit den Reisenden? Und was macht er mit den Reisezielen? Ist Tourismus nur noch "Freiheit als Massenbetrug", wie Enzensberger schon den in den Fünfzigerjahren warnte? Wird ganz Europa zu einem Museum, das nur noch als schöne Kulisse fungiert für Besucher aus aller Welt – während wirtschaftliche Dynamik und Innovation auf anderen Kontinenten stattfinden? Und wenn das so ist: Ist es nicht auch wunderbar, in einem Museum zu leben – unter so viel Schönheit? SHOWNOTES: Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de.