Besondere Immobilie: Was tut sich beim »Cyberbunker«?

Datum20.04.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDer ehemalige Bundeswehr-Bunker in Traben-Trarbach, bekannt als "Cyberbunker", zieht weiterhin Kaufinteressenten an. Aktuell sind es 54, die meisten planen eine gewerbliche IT-Nutzung. Das Land Rheinland-Pfalz plant den Verkauf des 13 Hektar großen Geländes, das nach seiner Beschlagnahmung wegen illegaler Darknet-Aktivitäten nun Eigentum des Landes ist. Die genaue Verkaufssumme bleibt geheim, um den bestmöglichen Preis zu erzielen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Besondere Immobilie“. Lesen Sie jetzt „Was tut sich beim "Cyberbunker"?“. Am sogenannten Cyberbunker in Traben-Trarbach an der Mosel gibt es weiterhin Interesse. Die Zahl der Kaufinteressenten sei mittlerweile auf 54 gestiegen, wie die Sprecherin des zuständigen Landesamtes für Steuern in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Es gibt Bedarfe im öffentlichen Bereich, die dort gerade intern geklärt werden", sagte eine Sprecherin. Konkrete Angaben dazu machte sie nicht. Der überwiegende Teil der Kaufinteressenten wolle das Bunkerareal zu gewerblichen Zwecken im IT-Bereich nutzen. Ein Verkauf sei vom Land Rheinland-Pfalz weiter geplant. Die Verkaufssumme aus einem Wertgutachten werde nicht veröffentlicht, um das Anwesen bestmöglich am Markt verkaufen zu können. Im Herbst 2019 war der rund 5.500 Quadratmeter große Bunker als illegales Rechenzentrum für millionenschwere kriminelle Geschäfte im Darknet aufgeflogen. In einem der bundesweit größten Prozesse gegen Cybercrime wurden die Betreiber des Bunkers verurteilt. Seit September 2023 ist das Land Rheinland-Pfalz Eigentümer des 13 Hektar großen Geländes, zu dem neben der Bunkeranlage über fünf Ebenen auch zwei überirdische Gebäude gehören. Früher war in dem unterirdischen Schutzbau, der auf dem Bergrücken Mont Royal oberhalb von Traben-Trarbach liegt, das Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr untergebracht. Ende 2012 war Schluss mit dem Amt. © dpa-infocom, dpa:260420-930-967066/1