Datum20.04.2026 03:41
Quellewww.zeit.de
TLDRBei ihrem dritten Flug setzte Blue Origins "New Glenn"-Rakete den Satelliten "Blue Bird 7", der für AST SpaceMobile bestimmt war, aufgrund einer zu niedrigen Umlaufbahn ab. Der Satellit ist damit verloren und wird zum Absturz gebracht. Trotz dieses Fehlers war die erfolgreiche Landung der Raketenstufe ein wichtiger Schritt zur Wiederverwendbarkeit, was für den Wettbewerb mit SpaceX entscheidend ist.
InhaltDer dritte Flug der Schwerlastrakete "New Glenn" verlief nicht nach Plan. Ein Satellit wurde in einer anderen Umlaufbahn ausgesetzt und soll zum Absturz gebracht werden. Die Schwerlastrakete New Glenn des Weltraumunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos hat bei ihrem dritten Start einen Satelliten in der falschen Umlaufbahn abgesetzt. Die genauen Hintergründe seien vorerst noch unklar, teilte Blue Origin mit. "Wir untersuchen das derzeit." Die New Glenn war zuvor planmäßig vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Dabei nutzte sie eine zuvor bereits verwendete Raketenstufe. Diese landete nach dem Start auch diesmal wieder auf einer Plattform im Atlantik. Der Satellit namens Blue Bird 7 sei dann allerdings in einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt worden, wie auch der Hersteller AST SpaceMobile bestätigte. Der Satellit ist damit verloren. Er hatte sich den Angaben zufolge zwar vom Träger gelöst und seine Systeme hochgefahren. Die erreichte Höhe sei jedoch zu niedrig, um den Betrieb mit dem eigenen Antrieb aufrechtzuerhalten, teilte der Betreiber AST SpaceMobile mit. Er werde daher zum Absturz gebracht. Für Blue Origin war die Mission dennoch ein Teilerfolg. Die Landung der ersten Raketenstufe war ein wichtiger Schritt, um zu zeigen, dass das System wiederverwendbar ist. Das ist wichtig, um mit der Falcon-9-Rakete von SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk konkurrieren zu können. Musk gratulierte dem Blue-Origin-Besitzer Bezos zum Start. Die New Glenn-Rakete hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht.