Datum20.04.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRSechs Männer müssen sich vor Gericht verantworten, nachdem sie nach einem AfD-Parteitag in Greding rechte Parolen gegrölt und den Hitlergruß gezeigt haben sollen. Einer soll den Hitlergruß gezeigt, fünf andere den Refrain von "L'Amour Toujours" mit rassistischen Texten umgedichtet haben. Ursprünglich verhängte Geldstrafen wurden nicht akzeptiert, weshalb es nun zur Hauptverhandlung kommt. Ein AfD-Abgeordneter war anwesend, jedoch nicht beschuldigt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verfahren gegen rechte Gröler“. Lesen Sie jetzt „Nach AfD-Parteitag rechte Parolen gegrölt - Prozess“. Sechs Männer haben sich nach dem Besuch eines AfD-Landesparteitages im mittelfränkischen Greding danebenbenommen - ab Montag stehen sie in Schwabach vor Gericht. Einer der Männer hatte nach Überzeugung der Strafverfolgungsbehörden in einer Diskothek am späten Abend nach dem Parteitag den Hitlergruß gezeigt. Fünf weitere hätten das in rechtsradikalen Kreisen inzwischen beliebte Lied des Sängers Gigi D'Agostino, "L'Amour Toujours" umgedichtet und den Refrain mit dem Text "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!" gesungen. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Strafbefehle mit Geldstrafen von bis zu 6.000 Euro an die Beschuldigten versandt - diese wurden jedoch nicht akzeptiert. Deshalb muss es nun zur öffentlichen Hauptverhandlung beim Amtsgericht Schwabach kommen. In der Gredinger Diskothek hatte sich nach eigenem Bekunden auch der AfD-Landtagsabgeordnete Franz Schmid befunden. Schmid gehört nicht zum Kreis der Beschuldigten. Er hatte damals auf Anfrage der dpa erklärt, im Laufe des Abends sei das Lied "L'Amour Toujours" abgespielt worden, wozu mehrere Besucher einen Text gesungen hätten, "den ich nicht zuordnen konnte". "Ich habe jedenfalls den Text "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!" nicht gesungen", sagte Schmid damals. © dpa-infocom, dpa:260420-930-966973/1