Extremismus: Herrmann legt Verfassungsschutzbericht vor

Datum20.04.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRBayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den neuen Verfassungsschutzbericht vorgestellt. Dieser Bericht beleuchtet den Anstieg von Spionage, Sabotage und Desinformation durch ausländische Akteure. Auch islamistischer Terror, wie ein vereitelter Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt, stellt weiterhin eine Gefahr dar. Zudem zeigt sich eine steigende Gewaltbereitschaft in verschiedenen extremistischen Lagern. Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Bayern hat Höchstwerte erreicht, wobei Gewaltdelikte sowohl aus dem rechten als auch aus dem linken Spektrum registriert wurden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Extremismus“. Lesen Sie jetzt „Herrmann legt Verfassungsschutzbericht vor“. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellt am Montag (11.30 Uhr) den neuen Verfassungsschutzbericht vor. Spionage, Sabotage und gezielte Desinformation, insbesondere von ausländischen Akteuren, hätten im letzten Jahr deutlich zugenommen, hieß es schon vorab vom Ministerium. Und auch der islamistische Terror gefährde das Alltagsleben im Freistaat – ein Beispiel hierfür sei der frühzeitig vereitelte Anschlagsplan auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing. Zudem beobachteten die Sicherheitsbehörden eine steigende Gewaltbereitschaft auf vielen Seiten.  Zuletzt war bereits bekanntgeworden, dass in Bayern im vergangenen Jahr so viele politisch motivierte Straftaten registriert wurden wie nie zuvor. Insgesamt wurden 8.700 solcher Taten gezählt, 1.000 mehr als im Jahr zuvor, wie das Landeskriminalamt (LKA) auf dpa-Anfrage mitteilte. 2024 waren 7.680 politisch motivierte Straftaten erfasst worden, 2023 waren es 8.041 gewesen. Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten stieg ebenfalls an, wie aus den LKA-Zahlen hervorging: von 401 im Jahr 2024 auf 418 im vergangenen Jahr. Dazu zählen etwa Körperverletzungen, Brand- und Sprengstoffdelikte, aber auch Widerstandsdelikte gegen Beamte. 144 der registrierten Gewaltdelikte wurden nach LKA-Angaben dem rechten und rechtsextremen Bereich zugeordnet, 129 dagegen dem linken und linksextremem Bereich. © dpa-infocom, dpa:260420-930-966979/1