Südlibanon: Israel bestätigt, dass Soldat auf Jesus-Statue einprügelte

Datum20.04.2026 03:03

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie israelische Armee hat bestätigt, dass ein Soldat im Südlibanon eine Jesus-Statue beschädigte. Dieses Verhalten widerspreche den Werten der Armee. Angemessene Maßnahmen werden ergriffen und die Unterstützung bei der Wiederherstellung des beschädigten Kreuzes zugesagt. Die Armee betont, keine zivile oder religiöse Infrastruktur beschädigen zu wollen, während sie gegen die Hisbollah vorgeht.

InhaltIm südlichen Libanon hat ein Mann in Kampfmontur mit einem Hammer auf eine Christus-Figur eingeschlagen. Israel räumt nun ein: Es handelte sich um ein Mitglied der eigenen Armee. Die israelische Armee hat bestätigt, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt hat. Man nehme den Vorfall äußerst ernst, teilte die Armee am Abend auf X mit. Das Verhalten des Soldaten sei in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden. Am Sonntag hatte die Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Mann in israelischer Armeeuniform mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz gefallene Figur von Jesus Christus einschlägt. Die Armee teilte mit, es sei nach einer ersten Untersuchung festgestellt worden, dass das Bild einen Soldaten im Südlibanon zeige. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Gegen die Beteiligten würden angemessene Maßnahmen ergriffen, hieß es von der Armee weiter. Darüber hinaus wolle man die Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem Standort unterstützen. Rund jeder dritte Libanese ist Anhänger des christlichen Glaubens. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon verkündet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte gesagt, die israelische Armee solle in einer "verstärkten Sicherheitszone" im Südlibanon bleiben. Weiter hieß es in der Mitteilung der israelischen Armee, man sei damit beschäftigt, die von der Hisbollah im Südlibanon errichtete terroristische Infrastruktur zu zerstören. Man habe keine Absicht, zivile Infrastruktur, einschließlich religiöser Gebäude oder religiöser Symbole, zu beschädigen. Im Südlibanon kehren Anwohner, die durch israelische Angriffe vertrieben wurden, derweil in ihre Häuser zurück. Armee und Rettungskräfte versuchten, Straßen von Trümmern zu befreien, berichtete der britische Sender LBC am Samstag. Das Gebiet im Süden ist dennoch nicht sicher: Trotz der Einigung melden beide Seiten weiter Beschuss. Auch werden Landminen und nicht explodierte Sprengsätze für Zivilisten zur Gefahr. Es ist unklar, wie es nach dem Auslaufen der Waffenruhe weitergeht.