Krieg gegen den Iran: US-Marine beschießt laut Trump iranisches Frachtschiff

Datum19.04.2026 23:24

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Trump berichtet, dass die US-Marine einen iranischen Frachter beschossen und unter Kontrolle gebracht hat, da dieser versucht haben soll, eine Seeblockade nahe der Straße von Hormus zu umgehen. Nach der Weigerung der Besatzung, umzukehren, wurde der Maschinenraum des Schiffes beschädigt. Dies geschieht, während der Iran eine geplante Verhandlungsrunde mit den USA abgesagt hat und die wichtige Straße von Hormus erneut für den Schiffsverkehr gesperrt wurde.

InhaltEin US-Kriegsschiff hat laut Donald Trump ein "Loch" in den Maschinenraum eines iranischen Frachters geschossen. Nun befinde er sich unter US-Kontrolle. Ein iranischer Frachter ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump gewaltsam von der US-Marine gestoppt und unter Kontrolle gebracht worden. Trump teilte auf seiner Onlineplattform mit, das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade nahe der Straße von Hormus zu umgehen. Der Lenkwaffenzerstörer USS Spruance habe die Touska im Golf von Oman abgefangen und zur Umkehr aufgefordert. Die iranische Besatzung habe sich geweigert. Daraufhin schoss das Kriegsschiff nach Trumps Darstellung ein "Loch in den Maschinenraum" des fast 275 Meter langen Frachters. US-Marinesoldaten hätten das Schiff anschließend besetzt und durchsuchten nun die Ladung. Eine unabhängige Bestätigung des Vorgangs lag zunächst nicht vor. Zuvor hatte der Iran eine zweite Gesprächsrunde mit den USA abgesagt. Der staatliche Sender Irib berichtete unter Berufung auf iranische Quellen, es gebe "derzeit keine Pläne", an der nächsten Runde teilzunehmen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zufolge begründete der Iran das Fernbleiben mit "überzogenen Forderungen" der USA, "unrealistischen Erwartungen, ständigen Kurswechseln, widersprüchlichen Aussagen" sowie der anhaltenden Seeblockade, die der Iran als Bruch des Waffenstillstands betrachtet. Trump hatte angekündigt, eine US-Delegation unter Führung von Vizepräsident JD Vance werde zu Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen. Pakistan vermittelt in dem Konflikt und bemüht sich gemeinsam mit Ägypten und der Türkei um eine dauerhafte Friedenslösung. Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif sprach am Sonntag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Die Absage der Verhandlungen blieb in einer pakistanischen Mitteilung zu dem Gespräch unerwähnt. Die Straße von Hormus ist seit dem Wochenende erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Die iranische Führung hatte die Meerenge am Freitag kurzzeitig geöffnet, die Sperrung jedoch bereits am Samstag wieder in Kraft gesetzt. Die iranische Armeeführung begründete dies mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen. Durch die Straße von Hormus fließt ein erheblicher Teil des weltweiten Erdölhandels. Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft am Mittwoch aus. Für den Fall, dass die iranische Führung seine Bedingungen ablehne, drohte Trump mit der Zerstörung von "jedem Kraftwerk und jeder Brücke". Alle Entwicklungen zum Krieg gegen den Iran lesen Sie in unserem Liveblog.