Pokal-Endrunde: Bergischer HC chancenlos: Berlin feiert Pokal-Triumph

Datum19.04.2026 17:29

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Füchse Berlin haben zum zweiten Mal den DHB-Pokal gewonnen und besiegten im Finale den Bergischen HC klar mit 42:33. Lasse Andersson (10 Tore) und Mathias Gidsel (9 Tore) waren die erfolgreichsten Torschützen für Berlin. Der SC Magdeburg schied nach einer Niederlage im Halbfinale gegen den BHC aus und beendete das Spiel um Platz drei auf Rang vier. Der Pokalsieg krönt für die Füchse eine schwierige Saison.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pokal-Endrunde“. Lesen Sie jetzt „Bergischer HC chancenlos: Berlin feiert Pokal-Triumph“. Angeführt vom dänischen Traum-Duo Mathias Gidsel und Lasse Andersson haben sich die Füchse Berlin zum zweiten Mal nach 2014 zum Pokalsieger gekrönt. Der deutsche Handball-Meister setzte sich in einem einseitigen Endspiel beim Final4 in Köln gegen das Überraschungsteam des Bergischen HC, der im Halbfinale sensationell den souveränen Bundesliga-Spitzenreiter SC Magdeburg ausgeschaltet hatte, deutlich mit 42:33 (22:17) durch. Vor 19.750 Fans in der ausverkauften Kölner Lanxess Arena waren Andersson mit zehn Toren und Welthandballer Gidsel mit neun Treffern beste Werfer für die Berliner. Zudem war Torwart Dejan Milosavljev mit 13 Paraden bis zu seinem verletzungsbedingten Aus in der zweiten Halbzeit ein starker Rückhalt.  Mit dem Pokal-Triumph haben die Füchse eine schwierige Bundesligasaison, in der die Trennung von Sportvorstand Stefan Kretzschmar und Meistertrainer Jaron Siewert im vergangenen September hohe Wellen geschlagen hatte, doch noch mit einem Titel gekrönt. In der Champions League sind die Berliner ebenfalls noch im Rennen.  Das gilt auch für den designierten Meister SC Magdeburg, für den der Traum vom Double bereits im Halbfinale am Samstag brutal geplatzt war. Der Favorit scheiterte völlig unerwartet im Siebenmeterwerfen am BHC und musste sich nach einem 31:35 im Spiel um Platz drei gegen den TBV Lemgo Lippe mit Rang vier begnügen.  "Die Enttäuschung ist groß, es tut unheimlich weh. Ich hätte mir an beiden Tagen einen besseren Auftritt von uns gewünscht. Wir müssen jetzt schnellstmöglich versuchen, unseren Weg wiederzufinden", sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert und war in Gedanken auch bei den Fans: "Die traurigen Gesichter zu sehen, bricht mir das Herz." In Hochstimmung befand sich dagegen der im Titelrennen von den Magdeburgern schon deutlich abhängte Rivale aus Berlin. Nach dem schwer erkämpften 39:36-Sieg in Halbfinale gegen Lemgo wurde der Hauptstadt-Club seiner Favoritenrolle im Finale trotz tapferer Gegenwehr des BHC gerecht. Nach einer ausgeglichenen Startphase konnten sich die Füchse Mitte der ersten Halbzeit beim 13:10 (18. Minute) erstmals ein Drei-Tore-Polster verschaffen. Bis zur Pause zog der Bundesliga-Dritte auf fünf Treffer davon, weil Milosavljev wie schon am Vortag einen Sahnetag hatte und vorn neben den dänischen Welt- und Europameistern Andersson und Gidsel auch Rechtsaußen Hakun West av Teigum (6) ein sicherer Vollstrecker war.  Nach dem Wechsel hielten die Berliner den Gegner immer auf sicherer Distanz und ließen damit keine Spannung mehr aufkommen. Vielmehr wuchs der Vorsprung weiter an. Kleiner Trost für den BHC: Sollten sich die Füchse für die Königsklasse qualifizieren, rückt der Finalverlierer in die European League nach. © dpa-infocom, dpa:260419-930-966014/1