Datum19.04.2026 11:50
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem erneuten Stromausfall im Berliner Südwesten, der rund 1.300 Haushalte betraf, gab es in der Nacht keine weiteren Störungen. Als Ursache wird ein Fehler in einem Mittelspannungskabel vermutet, möglicherweise altersbedingt oder durch frühere Tiefbauarbeiten verursacht. Es gibt keine Anzeichen für einen Anschlag, im Gegensatz zu einem früheren Brandanschlag, der zu einem tagelangen Blackout führte.
InhaltNachdem im Berliner Südwesten erneut der Strom ausgefallen war, verlief die Nacht laut Netzbetreiber störungsfrei. Hinweise auf einen gezielten Anschlag gebe es nicht. Nach einem rund eineinhalbstündigen Stromausfall in Berlin-Nikolassee am Samstag ist es laut Netzbetreiber zu keinen weiteren Störungen in der Nacht gekommen. Als Ursache für den erneuten Vorfall rund drei Monate nach dem tagelangen Blackout im Südwesten der Stadt wird ein Fehler in einem Mittelspannungskabel vermutet. Das sagte der Sprecher der Stromnetz Berlin GmbH, Henrik Beuster, der Nachrichtenagentur dpa. Anzeichen für einen Anschlag gebe es nicht. Am Samstagabend war gegen 22 Uhr in einem Teil des damals betroffenen Gebiets erneut der Strom ausgefallen. Rund 1.300 Haushalte waren laut Netzbetreiber betroffen. Nach Angaben der Stromnetz GmbH waren sie um 23.35 Uhr wieder alle am Netz. Das Problem kann laut Beuster Folge einer Alterserscheinung sein. Denkbar sei auch eine frühere Beschädigung des Kabels bei zurückliegenden Tiefbauarbeiten. "So etwas passiert relativ oft, ohne dass es die Baufirmen bemerken", sagte der Sprecher. Später könne es dann beispielsweise durch eintretende Feuchtigkeit zu Problemen kommen. Anfang Januar war es im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu dem bislang längsten Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte gekommen. 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe waren teils tagelang ohne Strom. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) räumte später Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem Stromausfall ein. Er hatte zunächst verschwiegen, am 3. Januar mittags für eine Stunde Tennis gespielt zu haben.