Datum19.04.2026 08:58
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah kehren vertriebene Libanesen in ihre Heimat im Süden zurück. Trotzdem kommt es weiterhin zu Beschuss. Israel meldete den Tod eines Reservisten durch eine Sprengfalle, die der Hisbollah zugeschrieben wird. Minen und Blindgänger gefährden die Rückkehrer. Die angespannten Verhandlungen zwischen Iran und den USA weisen erhebliche Differenzen auf, und eine Einigung ist nicht in Sicht.
InhaltSeit Freitagnacht gilt eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Menschen kehren ins Kampfgebiet zurück, obwohl es weiter zu Beschuss kommt. Auf israelischer Seite soll ein Reservist getötet worden sein. Im Südlibanon kehren Anwohner, die durch israelische Angriffe vertrieben wurden, in ihre Häuser zurück. Armee und Rettungskräfte versuchten, Straßen von Trümmern zu befreien, berichtete der britische Sender LBC am Samstag. Seit Freitagnacht gilt eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Das Gebiet im Süden ist dennoch nicht sicher: Trotz der Einigung melden beide Seiten weiter Beschuss. Auch werden Landminen und nicht explodierte Sprengsätze für Zivilisten zur Gefahr. Es ist unklar, wie es nach dem Auslaufen der Waffenruhe weitergeht. Währenddessen meldet die israelische Armee den Tod eines Reservisten im Süden des Landes: Der 31-Jährige sei am Samstag getötet worden, als ein Fahrzeug der israelischen Armee über einen Sprengsatz fuhr. Diesen rechnet Israels Militär der Hisbollah-Miliz zu. Neun weitere Soldaten seien bei dem Vorfall verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Libanon ist seit März Teil des Kriegs zwischen Israel, den USA und Iran. Die proiranische Hisbollah-Miliz hatte damals als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei Raketen auf Israel abgefeuert. Daraufhin griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze. Viele Menschen im Süden des Landes wurden vertrieben. Aktuell laufen Verhandlungen zwischen Iran und den USA, wobei Teheran große Differenzen sieht: Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, sagte Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt." Am Samstag hatte Iran die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Straße von Hormus wieder rückgängig gemacht. (Lesen Sie hier mehr.) Jubelkorsos und Freudentaumel in Beirut, doch an der Grenze wird weiter geschossen: Lesen Sie hier mehr darüber , wie es um die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Isreal steht.