Datum19.04.2026 06:23
Quellewww.zeit.de
TLDRDer HSV verliert das Nordderby gegen Werder Bremen mit 1:3 und steckt tief im Abstiegskampf. Es war der achte Platzverweis für den HSV in dieser Saison, was Trainer Polzin als entscheidenden Nachteil für den Bundesliga-Aufsteiger bezeichnete. Trotz zwischenzeitlicher Hoffnung durch ein Tor von Glatzel fehlten die Torchancen und die Leistung im zweiten Durchgang. Der HSV muss sich trotz des schweren Restprogramms im Kampf um den Klassenerhalt beweisen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nordderby“. Lesen Sie jetzt „Wieder Rot, wieder Pleite: HSV-Krise geht weiter“. Nach der verdienten Niederlage im Nordderby war der Frust bei HSV-Coach Merlin Polzin groß. "Es ist eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Unzufriedenheit", sagte der Hamburger Trainer nach dem 1:3 (1:1) beim Erzrivalen Werder Bremen, durch das der Aufsteiger weiter mitten im Abstiegskampf steckt. Zwar beträgt der Vorsprung auf den FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz 16 noch fünf Punkte, nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen sind beim HSV aber die Sorgen groß. Vor allem, weil die Hamburger die hektische und emotionsgeladene Partie im Weserstadion wieder einmal nicht mit elf Spielern beendeten. Dieses Mal sah der erst kurz zuvor eingewechselte Philip Otele wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Es war bereits der achte Feldverweis für einen HSV-Profi in der laufenden Spielzeit. Damit haben die Hamburger nun mehr Platzverweise als Siege (sieben) zu Buche stehen. In Bremen wurde zudem am Ende noch Co-Trainer Loïc Favé auf die Tribüne geschickt. "Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann hilft es mehr, wenn du mit elf gegen elf antrittst oder vielleicht sogar einer mehr bist, als wenn du einer weniger bist", sagte Polzin zu den vielen Roten und Gelb-Roten Karten. "Mit so vielen Roten Karten kannst du in der Bundesliga kein Spiel gewinnen", sagte auch Nicolai Remberg. Doch auch ohne Rot für Otele wäre es für den HSV schwer geworden, in Bremen zu gewinnen. Vor allem im zweiten Durchgang fanden die Gäste offensiv fast nicht mehr statt. "Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Werder, uns haben die Torchancen gefehlt", sagte Robert Glatzel, der mit seinem Traumtor zum 1:1 für zwischenzeitliche Hoffnung beim HSV gesorgt hatte. Doch wie schon beim 0:4 in Stuttgart in der Woche zuvor konnten die Hamburger die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Luka Vuskovic oder Sambi Lokongo nicht verkraften. Angesichts des schweren Restprogramms mit Partien gegen Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen sowie des seit Wochen andauernden Leistungsabfalls ist der einstige Bundesliga-Dino noch lange nicht auf der sicheren Seite. Doch bei aller Niedergeschlagenheit über das verpatzte Nordderby ist Remberg weiter absolut davon überzeugt, dass es auch in der kommenden Saison zwei Duelle mit dem großen Rivalen aus Bremen geben wird. "Wir gehen nicht in die Zweite Liga. Das kann ich hier felsenfest sagen", versprach Remberg. © dpa-infocom, dpa:260419-930-963684/1