Datum19.04.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRNachdem ein neues Luchs-Paar im Wuppertaler Zoo zusammengebracht wurde, zeigten sich bisher keine Paarungsversuche. Der junge Kater Viktor ist möglicherweise noch nicht bereit, während die ältere Katze Missy im besten Zuchtalter ist. Das Projekt zielt auf die Wiederansiedlung von Luchsen in NRW ab, um Populationen zu verbinden und genetische Vielfalt zu fördern. Trotz des fehlenden Nachwuchses verstehen sich die Tiere gut. Es wird gehofft, dass innerhalb von fünf Jahren erste Tiere ausgewildert werden können.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Das kann sich ja ändern“. Lesen Sie jetzt „Neues Luchs-Paar nicht in Liebesstimmung“. Das neue Luchs-Paar im Wuppertaler Zoo ist einige Wochen nach dem Zusammentreffen vermutlich nicht in Liebesstimmung. "Wir haben noch keine Paarungsversuche beobachtet", sagte eine Zoo-Sprecherin. Möglicherweise sei Kater Viktor erst im kommenden Jahr so weit. Vielleicht passiere aber auch nachts unbeobachtet etwa zwischen den beiden. Luchskatze Missy ist sechs Jahre älter als der erst knapp zweijährige Viktor. Er ist für einen Kater noch sehr jung. In der Gefangenschaft kann die Geschlechtsreife laut Expertenmeinung aber auch früh eintreten. Missy ist den Angaben zufolge im besten Zuchtalter und kann noch einige Jahre Nachwuchs bekommen. Luchskater Viktor und Luchskatze Missy sollen für Nachwuchs mit einer Perspektive auf die freie Wildbahn sorgen. Dabei geht es um eine mögliche Wiederansiedlung des Luchses in Nordrhein-Westfalen in einigen Jahren. Das Projekt soll helfen, die vergleichsweise isoliert lebenden kleinen Luchs-Populationen in Deutschland und Europa zu verbinden und so für genetische Vielfalt zu sorgen. Die beiden Luchse verstünden sich gut, beschreibt die Sprecherin des Zoos. Nach dem Tod des letzten Schneeleoparden des Wuppertaler Zoos könnten sie jetzt auch dieses Areal mit nutzen. Damit stehe ihnen nun deutlich mehr Raum zur Verfügung. Der Kater sei sehr zutraulich zu Menschen. Deshalb kam er zuvor für eine Auswilderung nicht infrage. Die Projektpartner wie die Umweltschutzorganisation BUND peilen an, innerhalb von fünf Jahren einen ersten Luchs in die Natur zu entlassen und danach weitere Tiere auszuwildern. Nach Ansicht des BUND NRW kommen mehrere große Waldgebiete wie Rothaargebirge, Senne und Eggegebirge infrage. Vor fast 300 Jahren ist das letzte Exemplar im heutigen NRW erlegt worden. © dpa-infocom, dpa:260419-930-963368/1