Datum19.04.2026 01:20
Quellewww.spiegel.de
TLDRReal Sociedad gewann die Copa del Rey nach einem dramatischen 2:2 und 4:3 im Elfmeterschießen gegen Atlético Madrid. Torwart Unai Marrero hielt zwei Elfmeter, was den vierten Pokalsieg des Vereins sicherte. Trainer Pellegrino Matarazzo schrieb Geschichte als erster US-Amerikaner, der einen Titel in einer europäischen Top-5-Liga gewinnt. Das schnellste Finaltor der Copa-Geschichte wurde ebenfalls erzielt.
InhaltDramatisches Pokalfinale in Sevilla: Real Sociedad setzt sich gegen Atlético Madrid durch – dank Torwart Unai Marrero, der zwei Elfmeter hält. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo schreibt Geschichte. Der einstige Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo hat Real Sociedad San Sebastián an einem dramatischen Abend zum Triumph in Spaniens Copa del Rey geführt und damit auch einen persönlichen Meilenstein gesetzt. Das Team aus dem Baskenland gewann das Finale gegen den Champions-League-Halbfinalisten Atlético Madrid am Samstag mit 4:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 2:1) gestanden. Torwart Unai Marrero hielt zwei Elfmeter, San Sebastián feierte damit den vierten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte. Für Matarazzo ist es der erste Titel als Chefcoach, er ist zudem der erste US-amerikanische Trainer, der in den europäischen Top-5-Ligen einen Titel gewinnt. Im Olympiastadion von Sevilla legte sein Team einen Rekordstart hin: Ander Barrenetxea traf nach 14 Sekunden per Kopf, es war das schnellste Finaltor in der langen Geschichte der Copa del Rey – der bisherige Rekord aus dem Jahr 1952 hatte bei 17 Sekunden gelegen. Der frühere Leipziger Ademola Lookman (19.) glich für Atlético aus, das sich nur vier Tage zuvor im spanischen Duell mit dem FC Barcelona für das Halbfinale der Königsklasse qualifiziert hatte. Noch vor der Pause gelang Kapitän Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (45.+1) aber die erneute Führung. Atlético rannte in der zweiten Halbzeit an, Real Sociedad gingen zusehends die Kräfte aus. Matarazzos Team kam phasenweise nicht mehr kontrolliert aus der eigenen Hälfte, dem erlösenden Schlusspfiff aber immer näher – doch der argentinische Weltmeister Julian Alvarez traf doch noch sehenswert zum Ausgleich (83.). Die Verlängerung war teilweise ein offener Schlagabtausch, die Entscheidung fiel erst vom Punkt. Matarazzo hatte den Job in Spanien kurz vor dem Jahreswechsel angetreten, sein Co-Trainer ist der einstige Bundesligaprofi Ömer Toprak. In der Bundesliga trainierte Matarazzo die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart – nun hat er seinen Platz in der Klubgeschichte von La Real sicher. Der Club hatte zuletzt 2020 den Pokal während der Coronapandemie gewonnen, davor 1987 und 1909. Atlético, bereits zehnmal Pokalsieger, wartet seit 2013 auf den nächsten Triumph.