Datum18.04.2026 23:59
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Österreich wurde Rattengift in einem Gläschen Hipp-Babynahrung entdeckt, was Ermittler als Erpressungsversuch gegen den Hersteller werten. Eine Warnung an die Bevölkerung wurde ausgegeben, verdächtige Gläschen nicht zu öffnen und der Polizei zu übergeben. Der Verzehr eines kontaminierten Gläschens kann lebensgefährlich sein und zu Blutgerinnungsstörungen führen. Die betroffenen Produkte sind als "Karotte mit Kartoffel" 190 Gramm gekennzeichnet und können durch Manipulationen am Deckel erkannt werden. Es gibt Hinweise auf mögliche weitere Funde in Tschechien und der Slowakei.
InhaltIn Eisenstadt wurde in einem manipulierten Hipp-Babykostgläschen Rattengift gefunden. Behörden gehen von einem Erpressungsversuch gegen den Hersteller aus. In Österreich ist ein mit Rattengift verseuchtes Gläschen Hipp-Babynahrung gefunden worden. Ein Kunde habe dies entdeckt und abgegeben, "ein Verzehr hat nicht stattgefunden", teilte die Polizei im Bundesland Burgenland mit. Es wurde eine "dringende Warnung an die Bevölkerung" veröffentlicht. Verdächtige Gläschen sollten nicht geöffnet und der Polizei ausgehändigt werden. Nach Angaben der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit handelt es sich um einen Erpressungsversuch gegen den Babynahrungshersteller Hipp. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch "Manipulation" ein "gefährlicher Stoff" in die "Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel" 190 Gramm eingebracht worden sei, teilte das Unternehmen mit. Hipp hatte sein Sortiment in den Sparsupermärkten in Österreich bereits am Freitagabend zurückgerufen. Ein Hipp-Sprecher hatte von einem "externen kriminellen Eingriff" gesprochen. "Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein", warnte das Unternehmen. Wie die österreichische Polizei mitteilte, kam ein Hinweis aus Deutschland. Eventuell verunreinigte Gläser seien womöglich in Eisenstadt in Umlauf, der Landeshauptstadt des Bundeslandes Burgenland. "Hintergrund sind laufende Ermittlungen in Deutschland", teilte die Polizei mit. Das Rattengift wurde dann am Nachmittag in einem Hipp-Glas "Karotten mit Kartoffeln" 190 Gramm nachgewiesen. Nach Angaben der Polizei können verdächtige Gläschen an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden erkannt werden. Verdächtig sei, wenn der Deckel beschädigt er bereits geöffnet sei. Nach Angaben der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit können Wirkstoffe in Rattengiften zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes führen. Mögliche Folge seien Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl. Sollten Eltern solche Symptome bei ihren Kindern feststellen, die Hipp-Nahrung gegessen hatten, sollten sie unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Verwirrung herrschte darüber, ob auch Produkte in anderen Ländern betroffen sind. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sprach zunächst von zwei betroffenen Supermärkten in Tschechien, nahm diese Angaben aber später wieder von seiner Webseite und nannte nur noch eine betroffene Spar-Filiale in Eisenstadt. Anschließend sprach die Polizei Burgenland aber davon, dass auch in Tschechien und der Slowakei verdächtige Gläser sichergestellt worden seien. "Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff", teilte sie mit.