Datum18.04.2026 23:39
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Berlin-Nikolassee kam es erneut zu einem Stromausfall, der über 1300 Haushalte betraf. Dies erinnert an den tagelangen Blackout im Frühjahr, der durch einen mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke ausgelöst wurde. Der Netzbetreiber Berlin Stromnetz gab zunächst keine genaue Ursache an, sah aber eine Wiederversorgung bis Mitternacht vor. Der frühere großflächige Ausfall sorgte bundesweit für Schlagzeilen und Kritik am Krisenmanagement.
InhaltAn dieses Gefühl dürften sich Einwohner von Berlin-Nikolassee noch gut erinnern: Nach dem tagelangen Blackout im Frühjahr ist am Abend im Ortsteil erneut der Strom ausgefallen. Rund drei Monate nach dem tagelangen Stromausfall im Berliner Südwesten ist in einem Teil des damals betroffenen Gebiets erneut der Strom ausgefallen. Nach Angaben des landeseigenen Netzbetreibers Berlin Stromnetz waren im Ortsteil Nikolassee 1314 Haushalte betroffen. Der Strom sei gegen 22 Uhr ausgefallen, sagte ein Sprecher. Bis Mitternacht sollten die Haushalte wieder ans Netz angeschlossen sein. Zur Ursache konnte der Netzbetreiber zunächst keine Angaben machen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Anfang Januar war es im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu dem bislang längsten Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg gekommen. 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2000 Gewerbebetriebe waren teils tagelang ohne Strom – und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt. Wegen seines Krisenmanagements war vor allem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner massiv in die Kritik geraten. Damals herrschte eisige Kälte, zudem lag Schnee. Tausende Berlinerinnen und Berliner flüchteten in Hotels. Beim Senat gingen mehr als 2800 Anträge zur Erstattung der Kosten ein. Der Senat hatte während des Stromausfalls angekündigt, die Kosten zu übernehmen. Die Auszahlung läuft über den Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Der mutmaßlich von Linksextremen angegriffene "neuralgische Punkt" im Berliner Stromnetz war lange vor dem Anschlag nahezu ungeschützt. Die Kabel lagen zum Teil offen. Die Videos und Fotos, die das zeigen, sehen Sie hier.