Datum18.04.2026 22:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Sächsische Filmförderpreis des Filmfest Dresden geht an Gwenola Hecks Animationsfilm »Gaïa«. Die Jury lobte die Parallele zwischen Gewalt gegen Natur und Körper. Bei dem 38. Filmfest wurden 17 Preise im Wert von 72.500 Euro vergeben. Weitere Auszeichnungen gingen an »Bleifrei 95« (Bester Kurzfilm National), »Procrastination Yoga« (Bester Animationsfilm National), »Unbemerkt verstorben« (Best Kurzfilm Mitteldeutsch) und »Water Sports« (Bester Kurzfilm International).
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Filmpreis“. Lesen Sie jetzt „Sächsischer Filmpreis geht an Animationsfilm "Gaïa"“. Der Sächsische Filmförderpreis geht in diesem Jahr an die deutsch-französische Regisseurin Gwenola Heck. Die mit 20.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung des Filmfests Dresden erhält die in Deutschland arbeitende Filmemacherin für ihren Animationsfilm „Gaïa“, teilte die Festivalleitung mit. "Der Gewinnerfilm zieht eine Parallele zwischen Gewalt gegen die Natur und gegen den menschlichen Körper", begründete die Jury des Nationalen Wettbewerbs ihre Entscheidung. Insgesamt wurden beim 38. Filmfest Dresden 17 Preise im Gesamtwert von 72.500 Euro vergeben. Acht Jurys und das Publikum wählten ihre Favoriten aus 65 Kurzfilmen in nationalem, mitteldeutschem und internationalem Wettbewerb, wie das Festival mitteilte. Im Nationalen Wettbewerb gewann "Bleifrei 95" von Emma Hütt und Tina Muffler den "Goldenen Reiter" für den besten Kurzfilm. "Dieser Film nimmt uns, in einer berauschenden Nacht, mit auf eine energiegeladene und kraftvolle Tour de Force durch das Leben dreier Frauen", so die Jury über das Werk der beiden Filmemacherinnen aus Deutschland und Österreich. Als bester Animationsfilm im Nationalen Wettbewerb wurde "Procrastination Yoga" von Paulina Martyna Ziolkowska ausgezeichnet, der in Dresden seine Weltpremiere feierte. Im Mitteldeutschen Wettbewerb wurde "Unbemerkt verstorben" von der Leipziger Filmemacherin Alina Cyranek mit dem "Goldenen Reiter" geehrt. Der Film beobachte das Ende eines Lebens über zurückgelassene Dinge wie Möbel, Papiere und Staub und entfalte seine Wirkung durch eine zurückhaltende, wortlose Erzählweise, hieß es von der Jury. Im Internationalen Wettbewerb erhielt "Water Sports" von Whammy Alcazaren (Philippinen) den "Goldenen Reiter" für den besten Kurzfilm. Den Animationspreis gab es für "Paradaïz" von Matea Radic (Kanada). Das Filmfestival Dresden feierte in diesem Jahr seine 38. Auflage. Alle Gewinnerfilme sind am letzten Festivaltag, dem Sonntag, noch einmal im Filmtheater Schauburg, im Programmkino Ost, im Kino im Kasten sowie im Zentralkino zu sehen. © dpa-infocom, dpa:260418-930-963113/1