Ukraine: Mindestens fünf Tote nach Schießerei in Kyjiw und Geiselnahme in Supermarkt

Datum18.04.2026 18:48

Quellewww.spiegel.de

TLDREin bewaffneter Mann tötete mindestens fünf Menschen in Kyjiw und nahm Geiseln in einem Supermarkt. Der Täter, der zuvor auf Passanten geschossen hatte, wurde schließlich von der Polizei erschossen, nachdem er sich in einem Supermarkt verschanzt hatte und das Feuer auf die Einsatzkräfte eröffnete. Vier Geiseln konnten befreit werden. Der genaue Hergang und die Hintergründe der Tat sind noch unklar, eine Untersuchung wurde eingeleitet.

InhaltNach Angaben von Präsident Selenskyj hat ein Mann in der ukrainischen Hauptstadt mehrere Zivilisten erschossen. Der mutmaßliche Täter hatte zudem Geiseln in einem Supermarkt genommen. Schließlich wurde er von der Polizei getötet. Bei einem Schusswaffenangriff in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere zehn Menschen seien wegen Verletzungen oder erlittener Traumata ins Krankenhaus gebracht worden, schrieb Selenskyj auf X. Der mutmaßliche Täter, der demnach mehrere Geiseln genommen hatte, wurde nach Angaben Selenskyjs sowie von Innenminister Ihor Klymenko von der Polizei getötet. Vier Geiseln seien befreit worden, teilte Selenskyj mit. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Der genaue Ablauf und die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge hatte sich der Schütze in einem Supermarkt verschanzt. Nach Medienberichten soll der Mann zuvor im Stadtbezirk Demijiwka auf Passanten geschossen haben. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, sei er demnach in einen Supermarkt geflüchtet. Versuche, Kontakt mit dem etwa 60-Jährigen aufzunehmen, seien nach Angaben Klymenkos gescheitert. Daher sei das Geschäft gestürmt worden. Nach Angaben Klymenkos feuerte der Mann auf Polizisten, die ihn festnehmen wollten. Die ukrainische Polizei entsandte nach eigenen Angaben Sondereinsatzkräfte zu dem Tatort im Süden der Stadt. Selenskyj erklärte, "alle Umstände" der Gewalttat würden nun ermittelt. Er forderte eine schnelle Untersuchung und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus.