Datum18.04.2026 18:02
Quellewww.spiegel.de
TLDRPapst Leo XIV. bemüht sich um Entspannung im Disput mit US-Präsident Donald Trump. Er bedauert, dass seine Äußerungen missverstanden wurden und als Widerspruch zu Trump interpretiert wurden, was nicht seine Absicht sei. Er betonte, dass Reden im Voraus vorbereitet werden und seine Friedensbotschaft im Vordergrund stehe. Trumps Kritik an seiner Außenpolitik und die Veröffentlichung eines KI-Bildes hatten zu dem öffentlichen Schlagabtausch geführt, bei dem der Papst seine Furchtlosigkeit gegenüber der Trump-Regierung und seine Pflicht, sich gegen Krieg auszusprechen, äußerte.
InhaltDer US-Präsident und der Papst lieferten sich aus der Distanz ein heftiges Wortgefecht, was weltweit Schlagzeilen machte. Nun bemüht sich Leo XIV. um eine Klarstellung. Papst Leo XIV. hat sich in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump um Entspannung bemüht. Die Interpretation mancher seiner Äußerungen sei "nicht in allen Aspekten korrekt" gewesen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche während seiner Afrika-Reise auf dem Flug nach Angola. "Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen. Das liegt überhaupt nicht in meiner Absicht." Trump und Leo hatten sich zuletzt aus der Distanz ein heftiges Wortgefecht geliefert, was weltweit Schlagzeilen machte. Der US-Präsident warf dem Papst nach einer Reihe von Friedensappellen aus dem Vatikan eine "schreckliche" Außenpolitik vor. Kurz darauf stellte er ein KI-Gemälde von sich als Heiland ins Internet. Leo entgegnete: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung." Später sprach er – ohne einzelne Politiker beim Namen zu nennen – von einer "Handvoll Tyrannen, die die Welt zerstören". Dies wurde vielfach miteinander in Zusammenhang gebracht. Dazu sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche nun im Flugzeug vor Journalisten, die Rede mit dieser Äußerung sei bereits zwei Wochen zuvor vorbereitet worden – "also, bevor der Präsident etwas über mich gesagt hat und die Friedensbotschaft, die ich verbreite". Leo fügte hinzu: "Viel von dem, was seither geschrieben wurde, war Kommentar auf Kommentar im Versuch zu interpretieren, was gesagt wurde. Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen." Sein Ziel bleibe, eine Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu verbreiten. Trump hatte wütend auf den Aufruf des Papstes reagiert und ihm mit Blick auf den Iran vorgeworfen, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will". Leo XIV. sei "eine sehr linksliberale Person, und er ist ein Mann, der nicht daran glaubt, Verbrechen zu stoppen". Der Papst entgegnete daraufhin, er habe "keine Angst" vor der Trump-Regierung und sehe es als seine "moralische Pflicht", sich gegen den Krieg auszusprechen.