Klima-Protest: Tausende protestieren gegen Energiepolitik der Regierung

Datum18.04.2026 15:13

Quellewww.zeit.de

TLDRTausende Menschen protestierten in mehreren deutschen Großstädten gegen die Energiepolitik der Regierung. Unter dem Motto "Erneuerbare Energien verteidigen!" forderte ein Bündnis von Umweltorganisationen mehr Tempo beim Ausbau von Sonne- und Windkraft. Den Demonstranten zufolge gefährdet die Bundesregierung durch die Bevorzugung fossiler Energien die Energiewende. Insbesondere wurde Wirtschaftsministerin Reiche kritisiert. Veranstalter sprachen von bis zu 80.000 Teilnehmern bundesweit.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Klima-Protest“. Lesen Sie jetzt „Tausende protestieren gegen Energiepolitik der Regierung“. In mehreren Großstädten haben Menschen gegen die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung protestiert. In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben rund 9.000 Demonstranten. Zu den Rednerinnen und Rednern in der Hauptstadt gehörte Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Teilnehmer einer Demo in München warfen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf Transparenten vor, den Erfolg der Energiewende zu gefährden und fossile Energien zu bevorteilen.  Unter dem Motto "Erneuerbare Energien verteidigen!" hatte ein Bündnis von Umweltorganisationen zu Protesten in Berlin, München, Hamburg und Köln aufgerufen. Im Aufruf hieß es: "Eskalierende Energiepreise, geopolitische Krisen und autoritäre Regime zeigen uns, wie riskant fossile Energien sind." Nötig sei nun mehr Tempo beim Ausbau von Sonne- und Windkraft. Wirtschaftsministerin Reiche und Teile der Union wollten dies jedoch ausbremsen. In München bezeichnete der Landesvorsitzende des Bundes Naturschutz, Martin Geilhufe, Reiches Netzpaket als "Teil eines konzertierten Generalangriffes auf Natur, Umwelt und Klima". Die Bundesregierung dürfe den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie nicht abwürgen.  Die Veranstalter sprachen in Berlin von 24.000 und in München von 12.000 Teilnehmern. In allen vier Städten zusammen seien 80.000 Menschen auf die Straße gegangen, hieß es. © dpa-infocom, dpa:260418-930-962058/1