BMW Open: Kein Rekordsieg: Zverev scheitert im Halbfinale von München

Datum18.04.2026 14:57

Quellewww.zeit.de

TLDRAlexander Zverev verpasste bei den BMW Open in München das Finale und damit einen Rekordsieg. An Nummer eins gesetzte Zverev verlor im Halbfinale überraschend gegen den Italiener Flavio Cobolli (3:6, 3:6). Cobolli zeigte eine starke Leistung und profitierte auch von einem emotionalen Tiefpunkt, da ein guter Freund von ihm am Vortag verstorben war. Zverev wartet weiterhin auf sein erstes Finale in diesem Kalenderjahr.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „BMW Open“. Lesen Sie jetzt „Kein Rekordsieg: Zverev scheitert im Halbfinale von München“. Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier von München den Finaleinzug und damit die Chance auf den Rekordsieg verpasst. Der beste deutsche Tennisspieler unterlag im Halbfinale einem famos aufspielenden Flavio Cobolli mit 3:6, 3:6. Gegen den Davis-Cup-Sieger aus Italien fand Zverev vor 6.500 Zuschauern auf dem Center Court der BMW Open kein Mittel. Der gebürtige Hamburger kassierte in diesem Jahr bei seiner fünften Halbfinalteilnahme auf der ATP-Tour - das gelang keinem anderen Profi - seine fünfte Niederlage. Der Weltranglistendritte hatte den im Klassement auf Rang 16 geführten Cobolli in den bisherigen zwei Duellen jeweils bezwungen - unter anderem im Vorjahr bei den French Open. Beim Sandplatzevent in München aber war er diesmal chancenlos. Der 23-Jährige aus Florenz überragte schon im ersten Satz mit 20 Winner-Schlägen. Zverev gelangen fünf. Beim vorentscheidenden Break zum 3:1 zermürbte Cobolli seinen deutschen Rivalen mit zwei Stoppbällen. "Er ist ein junger Spieler, der auch sehr, sehr wild sein kann", hatte Zverev vor der Partie prognostiziert. "Wenn er gut spielt, kann er sehr, sehr gut spielen." Das bewies Cobolli eindrucksvoll und nahm Zverev im zweiten Durchgang direkt den Aufschlag im ersten Spiel und dann nochmal zum 5:2 ab. Der Italiener, der 2025 das ATP-500-Turnier in Hamburg gewonnen hatte, kassierte direkt danach zwar noch das Re-Break. Am Ende aber konnte er nach nur 69 Minuten jubeln - auch wenn er nach seinem Coup zunächst weinend auf der Bank Platz nahm. Er erzählte danach, dass am Freitag ein guter Freund von ihm gestorben sei.  Der an Nummer vier gesetzte Profi trifft im Endspiel am Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Vorjahresfinalist Ben Shelton (USA) und dem slowakischen Qualifikanten Alex Molcan. Zverev indes muss weiter auf sein erstes Endspiel in diesem Kalenderjahr warten. Er war bei den Australian Open im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz nach einem dramatischen Duell ausgeschieden. Bei den drei Masters-Events in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo verlor er jeweils gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner. In der nächsten Wochen geht es beim Masters von Madrid weiter. © dpa-infocom, dpa:260418-930-962011/1