Energiepolitik: Bündnis protestiert in vier Städten gegen Katherina Reiches Politik

Datum18.04.2026 11:36

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Bündnis aus Umweltorganisationen protestiert in vier Städten gegen die Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Reiche und fordert den Ausbau erneuerbarer Energien. Die Demonstranten kritisieren, dass Reiche trotz hoher Preise für fossile Energieträger deren Ausbau verlangsamt. Das Bündnis fordert einen schnellen Umstieg auf Sonne und Wind und thematisiert auch die Einführung eines Tempolimits. Aktivistin Luisa Neubauer wird in Berlin erwartet und betont ebenfalls die Sicherheitsrisiken fossiler Abhängigkeiten.

InhaltIn vier Städten hat ein Bündnis aus Umweltorganisationen zum Protest aufgerufen – gegen den Kurs von Wirtschaftsministerin Reiche und für den Ausbau von erneuerbaren Energien. In Berlin wird Aktivistin Luisa Neubauer erwartet. In Berlin, Hamburg, Köln und München wollen an diesem Samstag Tausende Menschen für eine andere Energiepolitik demonstrieren. Zu den Protesten hat ein breites Bündnis aus Umwelt- und Naturschutzorganisationen aufgerufen – darunter Greenpeace, WWF und die Deutsche Umwelthilfe. Unter dem Motto "Erneuerbare Energien verteidigen" fordern die Organisatoren den Umstieg von Kohle, Öl und Gas auf klimafreundliche Quellen wie Sonne und Wind. Greenpeace thematisiert zudem das Tempolimit. Dieses würde Emissionen senken, die Sicherheit erhöhen und Verbrauchern sofort Kosten sparen, sagte Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, der Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben des Bündnisses richtet sich der Protest vor allem gegen die Politik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Organisatoren werfen ihr vor, trotz steigender Preise für fossile Energieträger den Ausbau erneuerbarer Energien auszubremsen. Die hohen Energiepreise, verursacht durch den Irankrieg, zeigten, wie erpressbar sich Industrieländer durch fossile Abhängigkeiten von Autokraten machten, schreibt das Bündnis in seinem Aufruf . In Berlin wird Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer für eine Rede erwartet. Bei NDR Info sagte Neubauer, sie sehe in der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen auch ein Sicherheitsrisiko. Das Wirtschaftsministerium hat beim EnBW-Konzern Vorschläge bestellt, die Batteriespeicher gegenüber Gaskraftwerken benachteiligen würden. Im Lobbyregister wurde das erst nach Anfrage des SPIEGEL vermerkt. Lesen Sie hier die Recherche .