Datum18.04.2026 11:08
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer FC Bayern München sieht sich einem UEFA-Disziplinarverfahren gegenüber, nachdem Fans nach dem Siegtreffer gegen Real Madrid den Innenraum gestürmt und dabei Fotografen verletzt hatten. Neben der "Störung durch Zuschauer" werden dem Verein "Blockierung öffentlicher Wege", "Werfen von Gegenständen" und ein "Anti-UEFA-Banner" vorgeworfen. Eine mögliche Zuschauer-Sperre, die gegen eine frühere Bewährung verstoßen würde, droht, obwohl der Verein optimistisch bleibt.
InhaltAls Michael Olise den Siegtreffer im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid erzielte, kannten die Fans kein Halten mehr. Bei den Jubelarien wurden jedoch Fotografen verletzt. Das könnte ein Nachspiel haben. Für den FC Bayern könnte der Innenraumsturm einiger Fans in der Allianz-Arena während des Champions-League-Duells mit Real Madrid ein Nachspiel haben. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Meister eingeleitet, insgesamt geht es im Zusammenhang mit der Partie um vier Vorwürfe. Nach dem 4:3-Siegtreffer der Münchner im Viertelfinal-Rückspiel durch Michael Olise (90.+4) waren Fans an die Werbebanden vor der Südkurve gedrängt und hatten mit den Profis gejubelt. Dabei überrannten sie mehrere der dort postierten Fotografen. Bei der Aktion wurden laut Polizeiangaben mindestens zwei Frauen und zwei Männer durch die Zuschauer verletzt. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt. Die Fan-Dachorganisation Club Nr. 12 bat später wegen der Vorfälle um Entschuldigung. Die Uefa wirft dem FC Bayern "Störung durch Zuschauer" vor, hinzu kommen "Blockierung öffentlicher Wege", das "Werfen von Gegenständen" und die "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)". Unklar blieb anhand der Uefa-Mitteilung, ob den Bayern nun ein Fanausschluss beim Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain droht. Die Münchner waren nach wiederholten Pyro-Einsätzen der eigenen Anhänger im Dezember 2025 zur Sperre der gesamten Südkurve verurteilt worden. Diese Sanktion wurde vom Kontroll-, Ethik- und Disziplinargremium der europäischen Fußball-Union zur Bewährung ausgesetzt. Bayerns Sportdirektor Christoph Freund bleibt gelassen. Die Sorge vor einem teilweisen Ausschluss von Zuschauern "ist nicht groß", sagte er am Samstag. "Wir gehen davon aus, dass wir mit einem vollen Stadion gegen Paris ein Fußballfest feiern können." Die Bayern kämpfen gegen den Titelverteidiger PSG um den Einzug ins Finale der europäischen Königsklasse. Das Hinspiel steigt am 28. April auswärts in Paris. Das entscheidende Rückspiel ist für den 6. Mai in der Münchner Arena vorgesehen.