Kampfhund außer Kontrolle: XL-Bully beißt Mann zu Tode - Besitzer muss 12 Jahre in Haft

Datum17.04.2026 19:18

Quellewww.zeit.de

TLDREin Besitzer eines XL-Bully wurde in England zu zwölf Jahren Haft verurteilt, da sein Hund einen 84-Jährigen angriff und tötete. Der Vorfall ereignete sich, als das Opfer auf dem Heimweg war. Der Hund wurde von der Polizei erschossen. Dem Besitzer wurde vorgeworfen, den Hund unzureichend gesichert zu haben. Die Haltung von XL-Bullies ist in Großbritannien seit Februar 2024 verboten. In Deutschland existiert kein bundesweites Verbot, die Einstufung gefährlicher Hunde obliegt den Bundesländern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kampfhund außer Kontrolle“. Lesen Sie jetzt „XL-Bully beißt Mann zu Tode - Besitzer muss 12 Jahre in Haft“. Der Besitzer eines XL-Bully-Hundes ist zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil das Tier einen 84 Jahre alten Mann in Nordwestengland zu Tode gebissen hat. Der angegriffene Mann sei im Februar 2025 abends auf dem Heimweg von einem Pub in der Einfahrt eines Hauses von dem Hund attackiert worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA mit Verweis auf Gerichtsangaben berichtete. Der Mann sei seinen Verletzungen schließlich einen Monat nach dem Angriff erlegen. Vor Gericht sei von "katastrophalen Gesichtsverletzungen" die Rede gewesen. Der Angriff habe 45 Minuten gedauert. Währenddessen sei das Opfer die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen und habe unerträgliche Schmerzen erlitten. Bewaffnete Polizisten erschossen den 46 Kilogramm schweren Hund namens "Toretto" mit zehn Schüssen, schreibt PA. Später hätten Untersuchungen ergeben, dass Toretto bereits angefangen hatte, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen. Der 31-jährige Angeklagte wurde für schuldig befunden, Halter eines gefährlich außer Kontrolle geratenen Hundes gewesen zu sein. Ein "Katalog von Versäumnissen" habe zu dem Angriff geführt. So sei der Hund nur unzureichend - auf einer Terrasse durch ein Tor mit einem Riegel - gesichert gewesen. Der Hundebesitzer bekannte sich schuldig, einen XL-Bully ohne Ausnahmegenehmigung gehalten zu haben. Seit Februar 2024 ist in Großbritannien die Haltung von XL-Bullies untersagt, es sei denn, sie waren bereits vor dem Inkrafttreten des Verbots registriert. In Deutschland ist der Amerikanische XL Bully bisher nicht als Rasse klassifiziert und taucht deshalb in den Listen mit gefährlichen Hunden nicht auf - im Gegensatz zu Rassen wie Pitbull Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier oder American Staffordshire Terrier. Für sie gilt auch ein Importverbot. Eine bundesweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es aber nicht. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Für diese Tiere gelten Sonderregeln wie eine Genehmigungspflicht, Leinen- und Maulkorbzwang oder Versicherungspflicht. © dpa-infocom, dpa:260417-930-959809/1