Kunstausstellung: Max Giermann sucht mit seiner Malerei nicht nach Anerkennung

Datum17.04.2026 18:20

Quellewww.zeit.de

TLDRMax Giermann präsentiert in Berlin seine erste große Kunstausstellung „Figuring Out“. Der Comedian betont, dass ihm die Anerkennung seiner Malerei weniger wichtig ist als die seiner schauspielerischen Rollen. Er malt aus einem inneren Antrieb heraus, nicht um zu gefallen. Die Ausstellung zeigt großformatige Acrylbilder mit Figuren, Köpfen und Körperfragmenten, darunter auch eine Darstellung von Klaus Kinski, der ihn künstlerisch begleitet hat. Nach einer langen Pause hat Giermann die Malerei wiederentdeckt und stellt zum ersten Mal in seiner Studienstadt aus.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kunstausstellung“. Lesen Sie jetzt „Max Giermann sucht mit seiner Malerei nicht nach Anerkennung“. Comedian und Schauspieler Max Giermann ("Switch Reloaded") findet positive Anerkennung für seine Rollen viel wichtiger als für seine Malerei. "Beim Schauspiel will ich ja gefallen. Wenn ich Comedy mache, will ich ja, dass die Leute lachen. Wenn die nicht lachen, habe ich ja versagt", sagte der 50-Jährige bei der Vernissage seiner neuen Kunstausstellung "Figuring Out" in Berlin.  Bei seiner Kunst sei das anders, sagte Giermann der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn das Bild jetzt jemandem nicht gefällt, dann bin ich so, ja so what?", sagte er. "Es ist mir tatsächlich ein bisschen egaler." Er male nicht, um anderen zu gefallen. Vielmehr habe er einen inneren Schaffensdrang. "Das Malen würde ich auch ohne Ausstellung machen." Die neue Ausstellung des gebürtigen Freiburgers ist noch bis 13. Juni in der Janinebeangallery in Berlin-Mitte zu sehen. Es ist Giermanns erste Ausstellung in seiner Studienstadt. Seine großen Acrylbilder auf Leinwand zeigen Figuren, Köpfe und Körperfragmente. Eine Darstellung von Klaus Kinski darf natürlich nicht fehlen - Giermanns Parodien des Schauspielers haben Kultstatus. Kinski verfolge ihn auf eine Art, sagte der 50-Jährige. Zumindest in der Malerei sei damit jetzt Schluss. "Dieses Bild ist das letzte, das ich von Kinski gemacht habe, deswegen heißt es auch "Das Ende der Raserei"." Giermann wuchs mit Malerei auf. In seinem Elternhaus wurde viel gemalt, seine Eltern waren Kunsterzieher, im Keller gab es ein Atelier. "Seit den jüngsten Jahren habe ich wahnsinnig viel und gerne gezeichnet. Ich würde sagen, überdurchschnittlich viel. Und ich glaube, meine erste Ausstellung hatte ich mit 8" - damals allerdings noch nicht in einer Galerie, sondern im Kreise der Familie. Nun habe er die Malerei nach einer 20-jährigen Schaffenspause wiederentdeckt. © dpa-infocom, dpa:260417-930-959711/1