Datum17.04.2026 18:16
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Gewerkschaft Verdi hält an ihrem Warnstreik im Nahverkehr am Montag und Dienstag während der Hannover Messe fest. Trotz weiterer Gespräche wurde keine Einigung mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen erzielt, was zu erheblichen Einschränkungen führen wird. Hauptstreitpunkt ist die von Verdi geforderte Reduzierung der Wochenarbeitszeit, die von den Arbeitgebern abgelehnt wird. Appelle von Politik und Messeleitung, die Bedeutung der Veranstaltung zu berücksichtigen, hatten keinen Erfolg.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Einschränkungen im Nahverkehr“. Lesen Sie jetzt „Verdi bleibt bei Warnstreik zur Hannover Messe“. Die Gewerkschaft Verdi hält am angekündigten Warnstreik im Nahverkehr zum Start der Hannover Messe am Montag und Dienstag fest. "Wir bleiben beim Streik, da ändert sich für uns nichts", sagte ein Verdi-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei weiteren Gesprächen von Arbeitgebern und Gewerkschaft gab es keine Einigung. Der kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) und Verdi trafen sich heute in kleiner Runde. Verdi habe jedoch kein Entgegenkommen gezeigt, teilte die Arbeitgeberseite mit. Nach Darstellung der Gewerkschaft ist hingegen die Arbeitgeberseite verantwortlich – der KAV sei bei seiner "Blockadehaltung" geblieben. Ein Streitpunkt ist die von Verdi geforderte Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die Arbeitgeber sprechen sich geschlossen gegen eine Senkung aus. "Eine Reduzierung der Produktivität führt zu einer Verschlechterung des Fahrplanangebotes", sagte Hauptgeschäftsführer Michael Bosse-Arbogast. Am Donnerstag hatten Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD), Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) und Messechef Jochen Köckler an die Tarifparteien appelliert, die Bedeutung der weltweit wichtigsten Industrieschau zu berücksichtigen. © dpa-infocom, dpa:260417-930-959700/1