Datum17.04.2026 16:07
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Linken-Kandidat Luigi Pantisano weist Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei zurück. Er betont Israels Selbstbestimmungsrecht sowie die Sicherheit von Juden. Gleichzeitig kritisiert er die Einschränkung der palästinensischen Bevölkerung und verurteilt Kriegsverbrechen beider Seiten. Pantisano kandidiert für den Parteivorsitz, nachdem der bisherige Chef zurücktrat. Die Linke steht häufig wegen des Vorwurfs des Antisemitismus in der Kritik, zuletzt durch einen Beschluss des Landesverbands Niedersachsen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Parteien“. Lesen Sie jetzt „Pantisano weist Antisemitismus-Vorwürfe gegen Linke zurück“. Luigi Pantisano, Bewerber um den Vorsitz der Linken, weist Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei zurück. "Ich bin stolz darauf, dass die Linke die Partei ist im Land, die der Debatte zum Nahen Osten einen Raum gibt", sagte Pantisano in Berlin. "Wir brauchen diese Debattenräume, es muss möglich sein." Die junge Generation habe dazu viele Fragen. Pantisano betonte: "Es gibt kein Rütteln am Selbstbestimmungsrecht Israels. Wir stehen für die Sicherheit der Jüdinnen und Juden in Deutschland, weltweit und auch in Israel. Das steht nicht zur Disposition." Allerdings müsse man auch sehen: "Wenn der palästinensischen Bevölkerung die Existenz genommen werden soll, dann werden wir auch an ihrer Seite stehen." Die Hamas sei eine Terrororganisation, betonte Pantisano. "Was am 7. Oktober (2023) passiert ist, ist eines der schlimmsten Kriegsverbrechen, die wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben. Aber ein Kriegsverbrechen rechtfertigt kein anderes Kriegsverbrechen." Pantisano hat seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Linken angemeldet. Zuvor hatte Parteichef Jan van Aken seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen bekannt gemacht. Co-Chefin Ines Schwerdtner will wieder antreten. Gewählt wird bei einem Parteitag in Potsdam im Juni. Die Linke sieht sich immer wieder mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert. Zuletzt hatte ein Beschluss des Landesverbands Niedersachsen für Kritik gesorgt, der sich gegen "heute real existierenden Zionismus" wandte. © dpa-infocom, dpa:260417-930-959031/1